Angekommen in der Karibik

Nun sind wir bereits seit mehr als drei Wochen vor Antigua, unserer ersten Station in der Karibik. Und es fühlt sich gut an.

Angekommen am 2. Weihnachtsfeiertag nehmen wir erst mal einen Platz in der Jolly Harbour Marina ein. Fürs Akklimatisieren, Verproviantieren und Umgebung kennen lernen ist das doch komfortabler.

Im nahe gelegenen Supermarkt werden wir schon mal mit dem deutlich höheren Preisniveau vertraut gemacht. Und wo ich gerade am Lästern bin: Es regnet hier nahezu jeden Tag.

Das waren aber dann auch schon die negativen Punkte. Und beide sind erträglich, beim Einkaufen muss man halt ein bisschen wählerischer sein und bei > 25° C ist so ein kurzer Regenschauer ohnehin eher eine Erfrischung.

Nach einigen erholsamen Tagen haben wir angefangen uns um die To-Do-Liste zu kümmern:

Einige Punkte davon sind aber ohne hohe Priorität (Abreißkalender 2019, schließlich wollen wir eh zeitlos unterwegs sein), oder möglicherweise nicht unbedingt notwendig (Ersatzrelais für die Ankerwinsch, die vorhandene funktioniert, der „Runter-Schalter“ im Ankerkasten ist lediglich defekt, aber runter geht auch ohne Winsch). Und einige in der Tat schon erledigt.

Mit einem Leihwagen für 2 Tage konnten wir das angenehme (Sightseeing) mit dem nützlichen (Segel zum Segelmacher und Außenborder in die Werkstatt) verbinden.

Das Vorsegel ist mit sauber neu genähtem UV-Schutz mittlerweile wieder zurück. Wir haben es zu A&F Sails gebracht. Die sind in Nelsons Dockyard, ein Ort der laut Reiseführer unbedingt besucht werden sollte. Ist auch sehr schön dort:

Um dorthin zu kommen haben wir uns für eine Nacht nach Falmouth Harbour verholt. Dort gibt es auch Marinas, aber Boxen wohl erst so für Boote ab 100 Fuß aufwärts. Da wäre Luna Mare trotz der Farbe nicht mehr auffindbar.

Der Motor ist Stand heute (18.01.2019) noch in der Werkstatt. Moussa hat ihn in Dakar ja wieder zum Laufen gebracht, nachdem ich dem Motor ein Salzwasserbad gegönnt hatte, aber Dichtungen sind im Eimer, so läuft Benzin, aber auch Öl aus. Laut Werkstatt soll er eigentlich spätestens heute fertig werden. Hoffen wir mal, dass wir ihn Anfang nächster Woche bekommen, dann geht es weiter, weitere karibische Inseln erkunden.

Das Warten ist hier aber kein Problem. Liegen in einer schönen Bucht seit Tagen vor Anker. Keine einsame Bucht, auch andere, überwiegend Chartersegler, zieht es hierher. Und die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe. Durchschnittlich 3 legen pro Tag um die Ecke in St. Johns an und 3 größere Katamarane bieten Ausflüge in unsere Deep Bay an. Die sind aber meist nur kurz hier, denn es muss ja weiter gehen.

Ach ja. Graeme Hart war auch hier. Und wie es sich für den reichsten Mann Neuseelands gehört, natürlich standesgemäß:

Die Ulysses ist 117 m lang. Der Hubschrauber war öfters in Bewegung, vermutlich für Geschäftstermine von Herrn Hart. Beeindruckend auch das Dinghi, ein Motorboot welches wohl so um die 20 m hat, und damit fast doppelt so groß wie unsere Luna Mare ist. Gibt es komplett für so rund 250 Millionen USD. Sei es ihm gegönnt. Wir sind mit unserer Luna Mare sehr zufrieden und glücklich unterwegs.

Und hier noch ein paar Antigua-Impressionen:

Skeptischer Blick zu mir, im Mast „hängend“ das Rigg zu prüfen.