HI and LO

Das sind nicht nur Einstellmöglichkeiten an der UKW Seefunkanlage, sondern gibt auch meine Gefühlslage wieder. Ganz so leicht und locker wie zum Jahreswechsel vermutet, läuft das letzte Jahr doch nicht.

Keine wirklichen Probleme, aber der Widerspruch zwischen dem Plan „in 2 Monaten sind wir im Wasser“ und der gegenüber Ende letzten Jahres geringen Veränderung am Ausbau, bringt einen in so eine Art „Gefühlsachterbahn“.

Mitte Februar haben wir den Motor einschließlich Welle und Ruder etc. in Auftrag gegeben und Ende Februar das Rigg mit Großsegel und Rollgenua. Urs Weisel, Geschäftsführer der Yachtwert Heiligenhafen meint, dass das alles so rechtzeitig fertig ist, dass wir im Mai ins Wasser können. Auf Basis des bisherigen Eindrucks und der Professionalität, die er an den Tag legt, scheint uns das auch realistisch. Andererseits aber doch irgendwie wie ein Traum, demnächst zum ersten Mal mit unserer Luna Mare im Wasser zu sein.

Somit merken wir am Kontostand, dass sich da was tut. Hoffentlich auch bald am Boot selbst ;-).

Darüber hinaus noch die Matrazen und Polster für die Kojen und die beiden Tischbereiche in Auftrag gegeben.

Der Aufenthalt in der Werft führt auch dazu, dass man bei einigen Tätigkeiten überlegt, ob man das nicht einfacher machen lässt. Aber das Budget erlaubt das nicht. So bleiben noch etliche Tätigkeiten, die wir selbst in den nächsten 2 Monaten erledigen müssen.

Ein Punkt ist das Rohr für das Bugstrahlruder. Wir sind von dem Nutzen im Verhältnis zum Aufwand (Einbau, aber auch spätere Pflege und ggf. Störungsanfälligkeiten) nicht überzeugt. Urs Weisel schlägt vor, das Rohr mit Bauschaum auszuschäumen und an den Öffnungen mit Harz und Glasfasermatten sowie Gelcoat abzudichten. So kann der Rumpf dann in einem gestrichen werden. Hört sich gut an und wird wohl so von uns umgesetzt werden.

Der aufwändigste Punkt dürfte aber das Deck sein. Waren wir im Mai 2015 mit unserer Arbeit noch ganz zufrieden, zeigt es sich jetzt, dass der Schein doch trügt:P1020908

So auf dem Bild sieht das ja ganz gut aus. Da sieht man halt auch nicht die Details: Eine Menge an Unebenheiten. Und schlimmer, das Deck besteht aus Einzelstücken und die Übergänge haben wir quasi ruiniert. Jedenfalls sind da jetzt Risse zu finden, die nicht wasserdicht sind. Eine Möglichkeit wäre die Stellen zu fräsen und neu mit GFK und Gelcoat zu schließen. Machen lassen ist zu teuer und am Ende ist es dann doch irgendwie Stückwerk.

Als Alternative haben wir einen PVC-Decksbelag gefunden. Laut Angebot kostet das Ganze inkl. Kleber für das gesamte Deck rund € 1.100. Die oben beschriebene Reparatur machen zu lassen würde ungefähr das dreifach kosten. Der Decksbelag ist zwar meiner Erachtens optisch nicht optimal, aber darum geht es ja auch nur zweitrangig. Zweckmäßig muss es sein und das halten wir für gegeben. Die Verlegung ist aber zeitaufwändig und so haben wir noch gut zu tun, bis es ins Wasser geht.

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