Ile Gorée und „romantischer“ Grillabend

Eine der Sehenswürdigkeiten in Dakar ist die Ile Gorée. Abgesehen vom „wahren Leben“ in Dakar, was ja schon sehr spannend ist, gibt es nicht allzu viele touristische High-Lights. Vom Hafen aus geht eine Fähre so rund alles 2 Stunden zur Ile Gorée. Überfahrt dauert rund eine halbe Stunde, geht also ganz flott.

Die Insel selbst ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Früher war es ein „Umschlagsplatz“ im Sklavenhandel. Einige Bauwerke erinnern noch daran. Heute gibt es dazu schöne Wege, um die Insel zu erkunden und zahlreiche Verkaufsstände für lokale Kunst und Bekleidung. Da man auf die Einkäufe von Touristen angewiesen ist, wird man hier schon mal energischer in ein Verkaufsgespräch verwickelt. Aber alles noch ok.

Zurück von der Insel noch ein paar Einkäufe und mit 2 10l Flaschen Trinkwasser und zwei vollen Taschen in ein Taxi. Der Taxifahrer bekommt dann gleich noch Schwierigkeiten mit einem Verkehrspolizisten, da er an der Stelle im Kreisverkehr wohl nicht hätte halten dürfen. Da wir zu langsam im Einsteigen sind, ist dieser auch gleich zur Stelle, um ein Knöllchen auszustellen. Ärgerlich.

Der Taxifahrer wusste dann nicht so recht wo das ist, wo wir hinwollen. Hat umstehende gefragt, die zahlreiche Ratschläge gaben. Konnte dann aber mit meinem bisschen Französisch kundtun, dass ich den Weg (mittlerweile) kenne. So ging es zurück zum Segelclub in der Baie de Hann.

Der stets präsente und umtriebige Momo sprach noch von einem Barbeque, welches er veranstalten wolle. Mit Trommler, Gitarre und gegrilltem Fisch. Hätten schon einige zugesagt. Eigentlich wollten wir an diesem Samstag ablegen, aber wegen längerer Arbeiten an der Ankerwinsch (siehe Technik-Ecke) mussten wir uns eh bis Sonntag gedulden. Also passt es.

Das BBQ, wir die einzigen Teilnehmer, war dann ohne Musik und bestand aus zwei Fischmahlzeiten, die er uns (nach zwei Stunden warten) auf der Terrasse vor der Clubbar vorbeibrachte. War lecker und soweit auch ok, entspricht aber nicht unseren romantischen Vorstellungen, die sich bei seiner Erzählung entwickelt hatten. Aber Momo ist ein klasse Typ und wer irgendwelche Hilfe benötigt ist bei ihm in guten Händen.

Anfahrt zur Ile Gorée
War bestimmt mal ein tolles Gebäude mit Blick nach Dakar.
Blick nach Dakar
Mutiger junger Mann.

Saly

Den Weg nach Banjul/Gambia wollen wir mit zwei Ankerstopps zurücklegen. Einer davon rund 60 km südlich von Dakar, Saly. Nach einem wundervollen Segeltag mit ausreichend Wind aus der richtigen Richtung kommen wir zeitig vor Sonnenuntergang an.

Ungewohnt ist es, dass es bereits weit draußen nur noch weniger als 3 m tief ist. Mit der Befürchtung, dass uns jederzeit ein Hindernis stoppen könnte, „tasten“ wir uns langsam näher ans Ufer ran. Als der Tiefenmesser nur noch kleiner 2 m anzeigt setzen wir den Anker.

Immer noch reichlich Abstand zum Ufer, aber der Anker hält. Leider noch etwas windig (so bis 20 kn) und schaukelig. Aber für zwei Nächte sollte das passen.

Nach der ersten Nacht noch an Land, etwas Gemüse und Getränke einkaufen. Mit dem Dinghi kämpfen wir uns gegen Wind und Welle an einen Anleger, der von der Ferne ganz gut aussieht. Dort angekommen stellen wir fest: marode und unbrauchbar. Dann zum Strand eines Ferienressorts verholt.

Dort angelandet und durch die Anlage zum Ausgang spaziert. An der Schranke haben wir uns vorsichtshalber erkundigt, ob es ok ist, dass wir dort am Strand angelegt haben. Der Pförtner meinte ja und so sind wir zum Supermarkt und wieder zurück. Saly ist sehr touristisch und so hatten wir auch keinen größeren Spaziergang eingeplant.

Beim Palm Beach Ressort zurück meinte dann der Pförtner, wir sollten nicht durchs Hauptgebäude an den Strand zu unserem Dinghi, sondern „Schleichwege“ benutzen. Auch ok, denn einen besseren Platz zum Anlegen hätten wir in der näheren Umgebung ohnehin nicht gefunden.

Das schien uns dann doch nicht der richtige Landzugang zu sein. 
Unterwegs in Saly.
Unsere Luna Mare auf 2 m Ankergrund.

Technik-Ecke

Ankerwinsch

Die Ankerwinsch habe ich wieder zum Laufen gebracht. Schönes Erfolgserlebnis. Hoffe das hält jetzt wieder einige Zeit. Einen Schutzschalter konnte ich bzw. Momo nicht auftreiben, aber Momo war mit Streifensicherungen erfolgreich. Habe ihn gebeten gleich mal drei mit zu bringen. Hoffe die reichen, bis wir irgendwo wieder einen passenden Schutzschalter finden.

Hier nochmal ein Loblied auf Momo. Der hat unermüdlich versucht, einen Schutzschalter aufzutreiben. Am Freitag haben wir dann noch gemeinsam einige Läden abgeklappert, aber erfolglos. Er hatte allerdings wie erwähnt die Streifensicherungen ausfindig gemacht, die passen dann ja auch.

Und wie es halt immer so ist, ein schneller Einbau klappt nicht. Die Sicherung war ja noch einigermaßen ruck zuck eingebaut. Die Ankerwinsch machte aber keinen zuck. Doch das Relais defekt?

Es zeigt sich aber, dass einige andere Kabelanschlüsse so morsch sind, dass sie abgebrochen sind. Nach einigem Werkeln geht die Kette schon mal runter, nur rauf (was ja eigentlich wichtiger ist) klappt nicht. Weiter nach maroden Kabelanschlüssen gesucht und fündig geworden.

Da sind vier Stück, die miteinander verbunden werden müssen. Mal zusammengehalten und ja, jetzt geht auch der Anker wieder hoch. Wird aber schön langsam dunkel, so dass sich die Fertigstellung auf Samstag verschiebt und wir wie oben erwähnt statt abzulegen am BBQ „teilnehmen“.

Aussenbordmotor

Laufen tut er ja, aber noch nicht ganz rund. Nach kurzer Fahrt fängt er stark zu rauchen an, dann geht er schon mal aus. Überdies verliert er etwas Benzin. Muss also nochmal genauer unter die Lupe genommen werden. Hier schaffen wir es gegen Wind und Welle zum Strand, zurück habe ich mich dann fürs Paddeln entschieden,