Für mich ist es wundervoll wieder hier zu sein. Unabhängig von der jeweiligen Regierung ist und bleibt die USA ein wundervolles Land mit wundervollen Menschen und herrlichen Landschaften und Städten.

Klar ist die USA anders als Europa, viel weitläufiger, fast alles nur mit dem Auto erreichbar. Zu Fuß zum Einkauf wird hier zu einer Herausforderung. Eine Stunde in der Hitze laufen um mit vollem Rücksack zurück. Aber es gibt ja Uber (zumindest) für den Rückweg.

Vom Ankerplatz zum Dinghi-Dock benötigen wir mit unserem etwas schmächtigen Außenborder rund 25 Minuten. Nach einer Hin- und Rückfahrt ist der kleine Tank leer. Am Dinghi-Dock gibt es Duschen und Waschmaschinen.

Von dort in den Ort benötigen wir zu Fuß rund eine halbe Stunde. Mittlerweile haben wir auch den „Duval Loop“ entdeckt, ein kostenloser Busservice, der eine Runde durch die Stadt dreht.

Die Duvalstreet, quasi das Herzstück von Key West, ist eine sehr touristische Flaniermeile. Restaurants und Souvenirläden reihen sich aneinander und in fast jedem der Restaurants oder Bars wird Live-Musik angeboten.

Auf nach New Orleans

Nach einer Woche haben wir uns ausreichend mit Proviant versorgt und Key West etwas erkundet. Mit einem Leihwagen (auch der reichlich groß, ein SUV bei dem man statt Kofferraum die Anzahl der Sitzplätze von 5 auf 7 erweitern kann) geht es los über die zahlreichen Brücken, welche die Keys verbinden, Richtung Miami.

Kurz vor Miami biegen wir links ab und es geht Meile für Meile Westwärts durch die Everglades. Auf gut ausgebauten, überwiegend 4-spurigen Straßen geht es gemütlich aber stetig an die Golfküste. Unsere erste Übernachtung haben wir für Fort Myers reserviert.

Die Motels, mit USD 60 bis 80 pro Nacht nicht mehr so günstig wie ich sie in Erinnerung hatte, sehen alles ziemlich gleich aus. Direkt quasi vorm Bett kann man parken. Gut ist, dass die alle einen Kühlschrank haben. Da können wir unseren Proviant für die Verpflegung unterwegs schön kühl und frisch halten.

Üblich ist ein sogenanntes kontinentales Frühstück. Da gibt es keine Wurst und keinen Käse, sondern zum Toast „nur“ Marmelade. Aber wir haben Wurst und Käse dabei und können so das Frühstück etwas aufpeppen und uns für die nächsten Meilen stärken.

Nach einer weiteren Nacht diesmal in Tallahassee geht es am dritten Tag nach New Orleans. Bei schönem Wetter kommen wir am späteren Nachmittag dort an. Es reicht noch für eine kleine Stadtrundfahrt, die ausgiebigere Besichtigung ist für den Folgetag geplant.

Da haben wir die Rechnung aber ohne das Wetter gemacht. Das beschert uns wolkenbruchartigen Regen, der die Straßen teilweise unter Wasser setzt. So beschränkt sich die Stadttour auf einen kurzen Spaziergang unter Regencapes, die es aber auch nicht verhindern können, dass der Großteil der Bekleidung nass wird.

Miami und Miami Beach

Laut Vorhersage soll es regnerisch bleiben. Also geht es wie geplant wieder auf den Rückweg. Nach einer weiteren Übernachtung in Tallahassee erreichen wir Jacksonville/FL. Da hat es Strand und Sonne und alles ist wieder gut. Wobei der kurze Abstecher nach New Orleans trotz des bescheidenen Wetters schön war.

Nach Jacksonville geht es am Sonntag weiter nach Miami. Dorthin konnten wir dank der Unterstützung des ehemaligen TO-Stützpunktleiters (der ist jetzt nach New Hampshire, also in den kalten Norden, umgezogen) ein Paket senden lassen. Das kommt am Montag an, so dass wir es am Dienstag, vor der Rückfahrt nach Key West, abholen können.

Miami ist eine alles in allem sehr interessante Stadt. Es gibt eine kostenlose Bahn, die im Rundkurs durch die Schluchten der Hochhäuser unterwegs ist. Man kann einige Spaziergänge machen, oder mit Bus bzw. Uber nach Miami Beach an den Strand fahren. Mit dem Leihwagen eher nicht, da dort das Parken schon mal USD 30 kosten kann.

Zwei Tage sind schnell rum, also geht es zurück über die Keys nach Key West. Vorbereiten für den Besuch aus Deutschland, den wir erwarten und auf den wir uns schon sehr freuen. Da wir diesen vom Flughafen Miami abholen werden, haben wir nochmal Gelegenheit Miami und die Everglades zu besuchen.

Technik-Ecke

Sorge macht mir mal wieder die Hydraulikanlage. Wobei das mal wieder ein Thema ist, das ich nicht richtig einschätzen kann. Es schaut so aus, als würde an dem Teil, dem Lager der Hydraulikstange, etwas Hydrauliköl auslaufen.

Ein altes Bild zeigt, dass sich da eigentlich nicht viel verändert hat, die „Risse“ sind da auch schon vorhanden. Vielleicht ganz normal, dass bei der Ruderstellung, bei der die Hydraulikstange ganz auf der einen Seite ist, etwas Hydraulikflüssigkeit sichtbar wird?

Es deutet momentan nichts darauf hin, dass Hydraulikflüssigkeit in nennenswerten Umfang aus der Anlage entweicht. Also abwarten und beobachten?