Acht Wochen vergingen wie im Fluge. Nicht nur die Sommerpause ist rum, nein auch der Sommer in Deutschland.

Leider hatten wir nicht nur schöne Erlebnisse. Ein Todesfall in der Familie war zu beklagen, mein Schwiegervater ist mit 82 Jahren plötzlich verstorben. Wir waren gerade noch im Panamakanal unterwegs, als uns die Nachricht erreichte.

Das erinnert einen wieder daran, wie endlich unser Dasein hier ist und das man das Beste daraus machen sollte.

Es gab aber auch die Taufe unserer jüngsten Enkelin zu feiern, das Leben geht also weiter. Und den 85. Geburtstag meiner Mutter. Dem hoffentlich noch viele folgen werden.

Neben den Familienfeiern verblieb uns vor allem in der zweiten Hälfte der Sommerpause, die wir in meiner bayerischen Heimat verbrachten, reichlich Zeit, die Gegend zu erkunden. Ausflüge nach München, Landshut, Augsburg, Haag i. Obb., Wasserburg a. Inn und zahlreiche in die bayerischen Alpen.

Vor allem die Alpen hatten es uns angetan, ein toller Kontrast zum Meer, an das wir uns mittlerweile ja schon etwas gewohnt haben.

Und sowohl in Hessen als auch in Bayern tolle Treffen mit Verwandten und Freunden. Da wir ja mittlerweile den Pazifik erreicht haben und die Entfernung nach D damit immer größer wird, ist es nicht absehbar wann wir uns wieder sehen werden. Also bleibt gesund und munter, kann sich ja nur um einige Jahre handeln.

Und nun?

Nun schwitzen wir hier in der Vista Mar Marina vor uns hin. Die Luna Mare hat unsere Abwesenheit recht gut überstanden. Vermutlich auch dank der Luftentfeuchter, die wir aufgestellt hatten, waren keine Feuchtigkeitsschäden entstanden, obwohl es laut unseren Stegnachbarn viel und kräftig geregnet hat.

Davon merken wir jetzt allerdings nichts. Seitdem wir vor 6 Tagen hier ankamen, hat es kaum geregnet. Sehr angenehm ist unser nachmittäglicher Besuch am Swimming-Pool. Trotz dass das Wasser dort genau so wie im Meer rund 30° C hat, ist die Runde schwimmen ein angenehmer Teil des Tages. Anschließend bei einem kalten Cerveza im Liegestuhl am Pool den Tag ausklingen lassen hat etwas.

Morgen kommen Tochter und Enkel für 10 Tage zu Besuch. Toll die drei in unserem schwimmenden Zuhause zu Besuch zu haben. Mietwagen sind mit € 15 bis € 20 am Tag noch einigermaßen erschwinglich, so dass wir mit denen Panama etwas erkunden können.

Danach? Richtung Hawaii wollen wir Mitte/Ende Dezember starten. Bleiben also noch rund zwei Monate. Vermutlich segeln wir in dieser Zeit noch zu den Las Perlas Inseln. Weiter Richtung Coiba bzw. Costa Rica wäre auch schön, sieht aber so aus, als dass es dort kaum möglich sein wird, uns für die rund 45-tägige Überfahrt nach Hawaii versorgen zu können. Werden wir versuchen noch genauer heraus zu finden.

Tech-Eck

Ein kleine Überraschung war, dass im Kartenfach im Vorschiff Feuchtigkeit war und einige Seekarten entsprechend nass wurden. Laut Geschmacksprobe scheint es sich um Salzwasser zu handeln.

Keine Idee, wie da Wasser reinkommen kann. Habe das Deck in dem Bereich mit Wasser geflutet, aber es kommt keine Feuchtigkeit rein.

Ziemlich eindeutig kommt aber Wasser aus dem Ankerkasten ins Boot. Nicht in dem Bereich, wo die Seekarten gelagert sind, sondern darunter. Sofern ich den Ankerkasten flute, füllt sich die Bilge. Unterwegs mussten wir dadurch bei etwas schwereren Seegang mit überkommendem Wasser im Bugbereich schon mal alle zwei Tage die Bilge leer pumpen. Kein gutes Gefühl, aber ich habe keine Ahnung, wie ich das Leck finden und beheben kann. Schaun mer mal.

Die Rettungsinsel habe ich im Ankerkastenbereich verstaut. Hielt ich für eine gute Idee, bin mir da aber nicht mehr so sicher. Überkommendes Seewasser findet seinen Weg in diesen Bereich und dann fängt das schnell an zu modern. Lies sich zwar mit Essigwasser leicht reinigen, aber irgendwie nicht optimal. Und im Notfall auch nicht so einfach auszubringen.

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