Unsere erste gemeinsame Nacht

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Unsere erste gemeinsame Nacht!

Jetzt wird es romantisch. Nachdem die Luna Mare beim zweiten Versuch die Erstwässerung erfolgreich bestanden hat, konnten wir am letzten Wochenende zum ersten Mal an Bord übernachten. Rund 20 Monate nachdem wir die Luna Mare erworben haben, ist das wieder ein Meilenstein.

Nach der Info vom Freitag, dass es wieder ins Wasser geht, haben wir den Polsterer gebeten, die von ihm fertig gestellten und eingelagerten Matratzen und Polster an Bord zu bringen. Meinte erst das wäre terminlich schwierig, aber als wir am Tag danach ankamen war alles bereits an Bord. Toller Service und ausgezeichnete Arbeit die Herr Gollnick da geleistet hat. Wer also Polster oder Matratzen für sein Boote benötigt, ist bei Stoffwechsel gut aufgehoben.

Man beachte die Feinheiten (angepasste Ecken und das Eckteil am „Wohnzimmertisch“). Und etwas ganz tolles. Die Tische im Decksalon und im Salon lassen sich senken, so dass mit der Bank zusammen eine Liegefläche entsteht. Die Rückenlehnen sind so geschnitten, dass diese dann auf den Tisch passen und so eine gepolsterte Liegefläche entsteht. Müssen wir nächstes Wochenende gleich mal testen und dann gibt’s auch Bilder zu.

Frust², aber auch etwas Freude

Frust², aber auch etwas Freude.

Nachdem Motor und Rigg seit rund 9 bzw. 7 Wochen vor Ort sind, ist beides immer noch nicht komplett eingebaut. Im Mai sollte das Boot fertig sein, im eben beendeten Juni-Urlaub wollten wir schon fleißig segeln und jetzt Ende Juni ist ein Ende noch nicht absehbar. Neuer versprochener Fertigstellungstermin Ende nächster Woche. Mal schauen, wie verlässlich dieser nunmehr ist.

Allerdings sieht das, was der zuständige Bootsbaumeister mit Hilfe eines Azubi machen, schon sehr gut aus. Der Bootsbaumeister hat schon zahlreiche Motoren eingebaut, aber wie er sagte immer nur da, wo vorher schon einer war. Sein erster kompletter Neueinbau und das auf einem nicht mehr ganz aktuellen Yachtdesign.

Er hat aber für alle Schwierigkeiten, die sich durch ein solches Individualboot ergeben, Lösungen gefunden und soweit ich das beurteilen kann, sind diese ausgezeichnet und langlebig.

Wenn ich jetzt nur etwas geduldiger wäre. Kann aber den Tag des ersten Auslaufens nicht mehr erwarten. Wird ein (weiterer) Meilenstein in unserm Leben.

Hier ein paar Bilder zum aktuellen Stand:

Durch die o.g. Arbeiten hatten wir nur eingeschränkt Möglichkeit viel zu tun. Da die beiden aber nach einer Woche die Baustelle wieder verlassen haben um an einem anscheinend wichtigeren Auftrag zu arbeiten, hatten wir doch auch einiges erledigt. Lieber wäre mir gewesen, der Motor wäre jetzt fertig, aber so haben wir noch:

  • ein Ladegerät für Starter- und Ankerwinschbatterie eingebaut
  • die Bugleuchte angebracht und verkabelt
  • den Innensteuerstand schöner gestaltet
  • den Triducer (Log/Lot) in die vorgefertigte Öffnung eingesetzt und teilweise verkabelt
  • den Mast für das Windrad gestellt
  • die Aufhängung für ein Solarpanel angebracht
  • den Niedergang um eine (verschließbare) Tür ergänzt
  • die Kabel vom Mast durchs Deck geführt (mit einem poetischen „Schwanenhals“)
  • die ersten Kabel vom Mast mittels Stecker inbords verbunden und entsprechend weitergeleitet (2 mal Strom für die Leuchten, NMEA2000 Kabel für den Windmesser, Antennenkabel. Verbleibt noch das verlöten vom 10-poligen Radarkabel in einem Stecker, das wird was für die ruhige Hand der Skipperin ;-).
  • Aufgräumt, damit für den Fall dass die Werft tatsächlich kommende Woche mit dem Motor fertig wird, die Polster und Matratzen eingebaut werden können, was bedeuten würde, dass nächstes Wochenende das erste wäre, welches wir auf der Luna Mare verbringen würden.
  • und nicht zu vergessen fast nach jedem „Feierabend“ bei einem leckeren Fischbrötchen und einem Kaltgetränk den Arbeitstag Revue passieren lassen.

Zwei Wochen später…

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Zwei Wochen später…

sind wir wieder ein paar Schritte weiter. Sind aber halt immer nur relativ kleine Schritte. Wir hatten knapp zwei Wochen Urlaub zur Verfügung. Zu Beginn hatte ich den Eindruck, das ist eine Menge Zeit, da haben wir ruck zuck alle anstehenden Themen erledigt.

Aber weit gefehlt. Beispielhaft der Austausche einer Minusleistung für die Bugbatterie von dort zum Batteriefach (vom Bug ca. 6 m nach hinten). Das dauerte inklusive Anschluss eines Batteriemonitors einen Tag.

Also, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Und so stand neben dem o.g. Kabel folgendes an:

  • Dieselkocher final eingebaut, Strom, Dieselzuleitung und Auspuff sind jetzt angeschlossen, der Kocher befindet sich in seiner Aufhängung und wie der vorige Eintrag zeigt, erste Kocherfolge wurden erzielt.

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  • Hydrauliköl haben wir eingefüllt und die Steuerung damit aktiviert.
  • Für den elektrischen Autopiloten hatten wir bereits den notwendigen Kompass eingebaut. Die Windfahne fehlt noch, da ja noch kein Mast gestellt ist. Jetzt haben wir noch den Ruderlagegeber (man beachte die individuelle Turmkonstruktion um das Teil in dem nicht vorhandenen Platz unterzubringen) und den Autopilotcomputer eingebaut. Anschließend getestet (da an Land nur ob der Autopilot in der Lage ist die Ruderstellung zu verändern) und für gut befunden.

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  • Opferanoden angeschraubt
  • Plotter am Außensteuerstand im Cockpit installiert
  • Steuersäule im Cockpit verkabelt (insbesondere Instrumente elektrisch angeschlossen)

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  • Ausschnitte für die Motorarmaturen erstellt
  • Und noch etliches. Z.b. im Fach in welches das Bugstrahlruder eingebaut hätte werden sollen ein Brett angebracht, so dass dieses als Stauraum nutzbar wird.

Und die Werft? Die Luna Mare steht ja nunmehr schon seit fast einem halben Jahr dort.

Immerhin, der Rumpf im Unterwasserbereich ist nunmehr, abgesehen von den Liegestellen des Bootes, fertig gestrichen. Hatte ja schon davon berichtet, dass wir die Öffnung für das Bugstrahlruder geschlossen hatten.

Mangels handwerklichem Geschick des Skippers mit etwas rauer Oberfläche. Das wurde von der Werft saugut nachbearbeitet und ist jetzt richtig glatt:

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Man beachte im Hintergrund die Skipperin bei der Begutachtung des Motors.

Dieser Motor steht nun schon seit Wochen neben dem Boot. Als Krantermin wurde uns zwischenzeitlich der 25.05.2016 zugesagt. Fand aber nicht statt und auch am 26.05.2016 stand der Motor noch neben dem Boot.

Es wurden aber die ersten Vorbereitungen getroffen, eine Öffnung für das Stevenrohr geflext und der Arbeitsbereich sorgfältig abgedeckt. Also, sorgfältig gearbeitet wird dort, da kann man nicht meckern. Aber die Ungeduld wächst halt auch.

Mal sehen, nächstes Wochenende sind wir wieder vor Ort. Dann sollte der Motor eingebaut sein und der Krantermin feststehen. Ok, es ist noch nicht Weihnachten, aber hoffen kann man ja mal.

Und wie man sieht, das Boot ist ohnehin weiterhin eine einzige Baustelle (unser Verantwortungsbereich, da müssen wir noch klar Schiff machen):

 

Start the engine.

Start the engine.

Leider noch nicht, der Motor ist noch nicht eingebaut.
Hier ist das gute Stück:
Und da soll es hin:
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Eigentlich sollte der Motor schon so gut wie drin sein, hat sich aber verzögert. So klappt auch der versprochene Krantermin am Mittwoch nächster Woche nicht. Schade.
Der Werftchef hat uns aber nunmehr zugesagt, dass kommende Woche, also theoretisch in zwei Tagen, die Arbeiten am Motor und Rigg beginnen.
Hoffentlich hat diese Planung Bestand. Schließlich wollen wir in drei Wochen unsere ersten Runden auf der Ostsee drehen.
Damit wir dann auch steuern können, haben wir das Hydrauliköl eingefüllt. Alles sorgfältig angegangen, dann doch wieder eine Sauerei produziert. Mangels ausreichender Kommunikation (welcher Skipper verliert schon zuviele Worte) hat die Skipperin zwar den Entlüftungsschlauch beobachtet, die Entlüftungsschraube aber nicht geöffnet.
Da hat das Öl einen anderen Weg nach außen gefunden, am oberen Steuerstand aus der dortigen Schraube runter ins Cockpit und von dort über die „Selbstlenzanlage“ auf den Hallenboden. Fiel mir erst auf, nachdem zwei Liter von dem sündhaft teueren Öl eingeschüttet waren.
Also mal wieder nachgearbeitet und jetzt kann man das Ruder über die beiden Steuerräder im Cockpit und im Innensteuerstand bedienen. Mal sehen, ob jetzt auf Dauer alles dicht ist und auch wirklich funktioniert.

Unser erstes selbst gekochtes Wasser!

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Unser erstes selbst gekochtes Wasser!

Wallus Herd

Was zu Hause an Land selbstverständlich ist, wird für uns an Bord zu einem besonderen Ereignis.

Über Monate hinweg hatten wir erst die Aushöhlung, in der vorher ein Orico Kocher war, milimeterweise so erweitert, dass der Wallas-Diesel-Kocher Platz gefunden hat. Dann aber beim Anschließen nicht wirklich gut gearbeitet. Ok, alles etwas sperrig, speziell der Abgasanschluss.

Alles war dann jedoch angeschlossen. Die Stromversorgung, die Dieselversorgung, die Abgasleitung mit Decksdurchlass. War schon eine Mammutsaufgabe.

Kamin Dieselkocher

Es kam aber kein Diesel zur Dieselpumpe und darüber zum Brenner. Woran liegts? Bei all den Versuchen dann die Kupferleitung, die den Diesel in die Brennkammer befördert, abgebrochen. Neu bestellt, eingebaut. Geprüft, ob die Zuleitung zur Pumpe ok ist. Test bestanden.

Wieder alles angeschlossen, kein Diesel gezogen. Skipperin meint, die Zuleitung zur Pumpe ist das Problem. Der Skipper: kann nicht sein, haben wir doch getestet und für gut befunden.

Nach zahllosen Versuchen schaut sich der Skipper doch noch mal die Zuleitung an und wie es in mindestens 9 von 10 Fällen bei uns halt so ist: die Skipperin hatte die richtige Vermutung (würde der Skipper aber nie zugeben ;-).

Also Fehler beseitigt und ja, die Pumpe zieht Diesel. Aber der Kocher kommt nicht so richtig ins Kochen. Was ist jetzt noch falsch. Bekommt er zu wenig Diesel? Saugt die Pumpe zu wenig, ist die Leitung geknickt? Aber: unter dem Kocher befindet sich Diesel, der scheint unter der Brennkammer rauszudröpfeln. Wie kann das den sein? Keine Ahnung, also nochmal eine Nacht darüber schlafen.

Am nächsten Morgen die Bodenplatte der Brennkammer abgeschraubt in der Hoffnung auf neue Erkenntnisse. Und in der Tat, die „Einspritznadel“ führt nicht direkt in die Brennkammer, sondern quasi daran vorbei. Diese neu justiert und JAAAAAAAAAAAAAAAA, jetzt funktioniert unser Diesel-Kochfeld.
Nachvollziehbar, dass es ein Erfolgserlebnis ist, Wasser zum Kochen zu bringen?

Die Wochen der Entscheidung….

Die Wochen der Entscheidung….

…. für den FC Bayern.
Aber auch entscheidende Wochen für uns. Es gab einige Anlieferungen bei der Werft unseres Vertrauens.
Der Motor ist da:
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Und das Rigg ebenfalls:
Sobald das alles eingebaut ist und der Rumpf gestrichen ist, kann es ins Wasser gehen.
Der Krantermin ist auch schon im Kalender der Werft eingetragen, der 25.05.2016 von 8 bis 12 Uhr. Hoffen wir das bis dahin alles klappt. Es geht voran.
Wir waren auch nicht untätig, haben den Decksbelag verklebt.
Aber das „schönste“ steht uns ja noch bevor, die Ränder und die Übergänge verfugen. Das wird noch eine nervenzehrende Arbeit werden, befürchte ich. Aber für eine bevorstehende Weltumsegelung sollte man sich schon mal besonders anstrengen.

Das erste Mal….

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Das erste Mal….

Wenn ein Buchhalter ein Segelboot für eine Weltumsegelung vorbereitet, kommt das ja häufiger vor, das Dinge zum ersten Mal gemacht werden. Jetzt: laminieren und Gelcoat anbringen.

Nachdem das „Bugstrahlruderrohr“ ausgeschäumt war (siehe letzter Eintrag) habe ich an beiden Seiten laminiert und das Ganze mit Gelcoat soweit fertig gestellt:

Wie man sehen kann, sehr bemüht, aber für eine finale Oberfläche noch zu uneben. Aber die Yachtwerft, in der wir sind, ist eine flexible und so ist man bereit aus meinen Anfängerversuchen ein ordentliches Ergebnis zu gestalten, so dass anschließend das Unterwasserschiff einen Antifouling-Anstrich erhalten kann.

Den Oberwasserbereich haben wir ja selbst gestrichen, den Unterwasserbereich wollen wir aber von Anfang an Profis überlassen.

Für uns bleibt aber dennoch genügend zu tun. Habe ja schon mal die „Decksproblematik“ erwähnt. Jetzt hoffen wir mit einem PVC-Belag eine zweckmäßige und preiswerte Lösung zu haben. Und so haben wir das neue Projekt bereits gestartet.

Schaumschläger

Schaumschläger

Bugstrahlruder ja, oder nein. Wie bei so vielen Dingen in diesem Bereich, es gibt kein absolut richtiges Ja und Nein.

Dafür spricht natürlich, dass der Quirl die Manövriereigenschaften bei Hafenmanövern verbessert.

Dagegen spricht der Preis, die zusätzlich Technik, die kaputt gehen kann, die größere Batterie die erforderlich ist, Platz braucht und ins Energiemanagement eingebunden werden muss, der Bewuchs in wärmeren Gewässern und etwas Geschwindigkeitsverlust durch Reibung.

Außerdem ist bei Weltumsegelungen wohl Ankern, oder Mooringbojen die häufigere Form des Anlegens, und das sollte auch ganz gut ohne Bugstrahlruder klappen.

Aber wenn sich der Plan mal ändert und wir im Alter einen festen Marinaplatz haben sollten?

Da erscheint es als ein guter Kompromiss wie vom Werftchef vorgeschlagen das Rohr auszuschäumen und mittels laminieren und einer Schicht Gelcoat dicht zu machen. Das wäre dann nach dem Unterwasseranstrich dicht und auch gar nicht mehr erkennbar. Und falls wir dann doch mal so eine Manövrierunterstützung haben möchten, kann man das Rohr mit gewissem Aufwand auch wieder freilegen.

Also haben wir uns für diese Variante entschieden und da man nur durch selber machen lernt, mit der Umsetzung begonnen.

Als erstes haben wir das Rohr mit Bauschaum ausgeschäumt:

HI and LO

HI and LO

Das sind nicht nur Einstellmöglichkeiten an der UKW Seefunkanlage, sondern gibt auch meine Gefühlslage wieder. Ganz so leicht und locker wie zum Jahreswechsel vermutet, läuft das letzte Jahr doch nicht.

Keine wirklichen Probleme, aber der Widerspruch zwischen dem Plan „in 2 Monaten sind wir im Wasser“ und der gegenüber Ende letzten Jahres geringen Veränderung am Ausbau, bringt einen in so eine Art „Gefühlsachterbahn“.

Mitte Februar haben wir den Motor einschließlich Welle und Ruder etc. in Auftrag gegeben und Ende Februar das Rigg mit Großsegel und Rollgenua. Urs Weisel, Geschäftsführer der Yachtwert Heiligenhafen meint, dass das alles so rechtzeitig fertig ist, dass wir im Mai ins Wasser können. Auf Basis des bisherigen Eindrucks und der Professionalität, die er an den Tag legt, scheint uns das auch realistisch. Andererseits aber doch irgendwie wie ein Traum, demnächst zum ersten Mal mit unserer Luna Mare im Wasser zu sein.

Somit merken wir am Kontostand, dass sich da was tut. Hoffentlich auch bald am Boot selbst ;-).

Darüber hinaus noch die Matrazen und Polster für die Kojen und die beiden Tischbereiche in Auftrag gegeben.

Der Aufenthalt in der Werft führt auch dazu, dass man bei einigen Tätigkeiten überlegt, ob man das nicht einfacher machen lässt. Aber das Budget erlaubt das nicht. So bleiben noch etliche Tätigkeiten, die wir selbst in den nächsten 2 Monaten erledigen müssen.

Ein Punkt ist das Rohr für das Bugstrahlruder. Wir sind von dem Nutzen im Verhältnis zum Aufwand (Einbau, aber auch spätere Pflege und ggf. Störungsanfälligkeiten) nicht überzeugt. Urs Weisel schlägt vor, das Rohr mit Bauschaum auszuschäumen und an den Öffnungen mit Harz und Glasfasermatten sowie Gelcoat abzudichten. So kann der Rumpf dann in einem gestrichen werden. Hört sich gut an und wird wohl so von uns umgesetzt werden.

Der aufwändigste Punkt dürfte aber das Deck sein. Waren wir im Mai 2015 mit unserer Arbeit noch ganz zufrieden, zeigt es sich jetzt, dass der Schein doch trügt:P1020908

So auf dem Bild sieht das ja ganz gut aus. Da sieht man halt auch nicht die Details: Eine Menge an Unebenheiten. Und schlimmer, das Deck besteht aus Einzelstücken und die Übergänge haben wir quasi ruiniert. Jedenfalls sind da jetzt Risse zu finden, die nicht wasserdicht sind. Eine Möglichkeit wäre die Stellen zu fräsen und neu mit GFK und Gelcoat zu schließen. Machen lassen ist zu teuer und am Ende ist es dann doch irgendwie Stückwerk.

Als Alternative haben wir einen PVC-Decksbelag gefunden. Laut Angebot kostet das Ganze inkl. Kleber für das gesamte Deck rund € 1.100. Die oben beschriebene Reparatur machen zu lassen würde ungefähr das dreifach kosten. Der Decksbelag ist zwar meiner Erachtens optisch nicht optimal, aber darum geht es ja auch nur zweitrangig. Zweckmäßig muss es sein und das halten wir für gegeben. Die Verlegung ist aber zeitaufwändig und so haben wir noch gut zu tun, bis es ins Wasser geht.

Bootsmesse

Bootsmesse.

Gestern war für uns Messetag auf der Boot Düsseldorf. Bei unserem vermutlich letzten Messebesuch vor dem Start sind wir noch etliche Stunden durch die Hallen gewandert. Wir waren zwar nur in den Ausrüstungshallen 10 bis 12, aber das hat für rund 7 Stunden Messebesuch gereicht. Gespräche mit dem Riggbauer und dem Werft-Eigner. Nächste Woche kommen wohl die fertigen Angebote, so dass die Bootsarbeiten dann losgehen können. Bei „AQUATEC“ über einen Wassermacher informiert, dabei von Joachim Matz tolle Geschichten über seinen Patagonien-Törn erzählt bekommen. Einen Abstecher machten wir zur Halle 15 wo Jimmy Cornell über seine Fahrt durch die Nordwestpassage berichtete. Interessante Persönlichkeiten auf interessanten Wegen. Mal sehen, ob wir uns da auch mal hintrauen werden.

Ansonsten ein paar Einkäufe, Rettungsweste und Windrad bestellt. Darüber hinaus gleich fesche Dienstkleidung eingekauft. Ganz schön teuer das Zeug, aber dank des BRP-Siegels wird sich das schnell bezahlt machen:

BRP Siegel

BRP-Siegel? Stimmt, das ist neu und heißt „Bank robbery proved“, also soviel wie „Banküberfallgeeignet“ ;-).

Und das besondere Feature: One size fits all.
Nachwuchsskipperin