Porto erleben

Porto erleben

Es gefällt uns so gut hier, dass wir gleich für einen Monat gebucht haben. Ein ganzer Monat!?! Jein. Aber nach 5 Tagen war auf Basis der Wettervorhersage klar, dass wir mindestens 10 hier sein werden. 10 Tage kosten € 240, 30 Tage € 219. Da hatte ich Buchhalter keine Probleme, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen ;-).

Aber es ist in der Tat sehr schön hier. Leixões mit gewissen Einschränkungen durch den relativ großen Umschlaghafen. Hat aber auch eine schöne Uferpromenade mit zahlreichen Restaurants. Und Porto selbst ist ganz große Klasse.

Das Wetter ist mittlerweile auch auf unserer Seite. Neid auf Deutschland ist nicht länger erforderlich, auch Portugal nähert sich jetzt der 20 Grad-Grenze. Auch die Vorschau ist vielversprechend:

Zudem soll ab Montag wohl endlich der Portugieser Norder einsetzen und uns bei 5 bis 6 Knoten Wind von achtern bzw. achterlich herrlich nach Süden tragen. Und sollte es ein paar Tage länger dauern, auch nicht schlimm, gibt hier bestimmt noch zahlreiche Ecken zu entdecken.

Adios España, Olá Portugal!

Adios España, Olá Portugal

Nach 3 Wochen in Baiona wuchs der Wunsch weiter zu segeln. Die nächste Marina ist 36 sm entfernt (Vaiana do Castelo), dann wären es via Póvoa do Varzim (weitere 24 sm) nochmal 14 sm in Porto. Dumm nur, dass diese beiden Häfen auf Grund der Wetterbedingungen geschlossen sind bzw. der eine nur von Booten über 30 m Länge angelaufen werden darf.

Direkt nach Porto bzw. der dort auch bei dem aktuellen Wetter offenen Marina Leixões? Knapp 70 sm, da benötigen wir nach meiner Kalkulation 15 Stunden. Der Wetterbericht sagt für Dienstag den 10. April Wind aus Nordwest voraus, zwischendurch mal ein Dreher nach West und dann wieder zurück nach Nordwest. Windstärke 5, in Böen bis 7. Das würde gerade so passen, zumal der Wind ja überwiegend von der Seite oder schräg hinten kommen soll. Dazu war Dauerregen bei rund 10 Grad vorhergesagt.

Noch nachgefragt was erfahrenere Segler da machen würden und als Resumée der Antworten den Schluss gezogen: Kein Schönwettersegeln, aber müsste passen. 4 Uhr geht der Wecker, ablegen um 5. Saukalt und stockfinster da draußen. Aber bei 3 Lagen Kleidung im Beinbereich und 5 am Oberkörper sollten wir nicht gleich erfrieren.
Kurz vorm Ablegen mit 4 kn fast Windstille, dann aber in der Bucht von Baiona geht es zügig hoch auf über 30 kn und die direkt von vorne. Ohne Sicht bei ruppiger Welle dagegen angebolzt. Hat ordentlich geschaukelt.

Aber nach einer Stunde geht es kontinuierlich südlicher bis auf direkten Südkurs. Entsprechend wird der scheinbare Wind geringer, die Wellen bleiben noch unangenehm. Wir könnten jetzt eigentlich Segel setzen, aber bei der Welle warten wir noch eine Stunde, bis die Sonne aufgeht.

Wie vorhergesagt ist es bewölkt und regnerisch, Sonne ist nicht zu sehen, aber es isthell genug um die Segel zu setzen. Groß erstmal im zweiten Reff und etwas Vorsegel. Und ab geht die Post. Wir haben dann 10 Stunden herrliches Segeln bei Geschwindigkeit von oftmals über 6 kn (bei den Böen mit Windstärke 7 geht es auch immer mal auf über 7 kn) und entgegen der Vorhersage bekommen wir dann auch immer mal ein paar Sonnenstrahlen ab und der Regen hält sich vermehrt zurück.

Am Ende waren es dann „nur“ 13 und nicht 15 Stunden, da habe ich unseren „fat boy“ doch etwas unterschätzt. Die Anfahrt ist dann nochmal spannend, da die Wellen auf 4 m Höhe angewachsen sind. Beim Blick nach hinten, von wo die Welle kommt, bin ich schon immer mal wieder erschrocken. So der Blick auf einen heranrollenden Wellenberg macht schon ehrfürchtig. Eine nach der anderen geht unter der Luna Mare durch und beschleunigt uns immer wieder kurz auf über 8 kn. Letztendlich geht es aber problemlos in den Hafenbereich (hier ist der größte Seetransportumschlagsplatz Portos und der Region) und in die Marina.

Nachdem wir vor gut 2 Wochen die Uhr um eine Stunde vorgestellt hatten, drehen wir sie jetzt wieder um 1 Stunde zurück, also Winterzeit. Und wie man sieht, ist das ohnehin viel passender.

Und rein zufällig ist es hier die Lokalzeit 😉

Wir sind froh, dass wir jetzt in Leixões sind, einem Vorort von Porto. Das Wetter bei der Ankunft und am Folgetag ist wechselnd, aber mild und immer mal wieder mit Sonne. Also ok. So können wir die Gegend erkunden und auch schon mal den Markt aufsuchen. Heute ist es kühl und regnerisch, aber ab morgen soll es kontinuierlich besser werden. Dann nehmen wir den Bus rein nach Porto.

Witzig finde ich, dass die hier die Erstzulassung des Autos auf dem Nummernschild stehen haben. Im gelben Bereich die obere Ziffer gibt das Jahr an, darunter der Monat.

 

Portugal muss warten

Portugal muss warten

Mittlerweile sind wir schon seit zwei Wochen in Baiona. Das es nicht schneller weiter geht liegt nicht am Wetter, oder unserer Faulheit. Nein.

Wir hatten wundervollen Besuch. Unsere Enkelin (meine Prinzessin) mit Entourage waren für ein paar Tage hier. Das Wetter war etwas durchwachsen, aber wir konnten zumindest einen Ausflug zur Isla Cies unternehmen. Die ist rund 8 sm von hier entfernt und auf alle Fälle einen Besuch wert (Die Luna Mare hat jetzt übrigens 3.000 sm im Kielwasser :-).

Ansonsten viel Zeit miteinander verbracht, gespielt, Ausflüge gemacht, z.B. zum Aquarium in A Coruna, als es stärker regnete. Die Zeit verging viel zu schnell, aber es gibt bestimmt ein nächstes Mal. Und das wir unseren Kindern und Enkeln hier so etwas bieten können, gibt einem ein gutes Gefühl. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht.

So, jetzt benötigen wir wieder passendes Wetter, dann geht es weiter Richtung Süden. Die aktuelle 14-Tage Vorhersage erwartet mal wieder viel Geduld von uns, da der Wind fast ständig aus Süd, also der Richtung in die wir wollen, kommt. Vielleicht passt das Wetter aber noch für die eine oder andere Ankernacht vor der Isla Cies. Mal schauen.

Baiona

Baiona

Baiona, der (planmäßig) letzte Hafen, bevor wir die Küste Portugals erreichen. So geht es langsam, aber doch kontinuierlich voran.

Die 25 sm von Combarro nach Baiona waren unspektakulär, allerdings mangels passendem Wind mussten wir diese unter Motor zurück legen.

Baiona selbst ist ein angenehmer Ort mit einer schönen Altstadt und guten Einkaufsmöglichkeiten. Auch gibt es einige Plätze die es zu erkunden gibt. Baiona ist der Ort, an dem die ersten von der Entdeckung der „neuen Welt“ 1492 nach deren Ankunft hier berichteten. So kann man den Nachbau eines Bootes aus der damaligen Zeit besuchen.

Eine alte Burgmauer ermöglicht eine sehr schöne Rundwanderung mit Ausblick auf das offene Meer. Und wie erwähnt die Gassen der Altstadt.

Nächste Woche erhalten wir wundervollen Besuch aus D. Unsere Enkelin kommt zusammen mit ihrem Papa und unserer Schwiegertochter. Hoffentlich spielt das Wetter etwas mit, damit wir hier ein paar schöne Tage gemeinsam verbringen können.
Danach mal wieder auf ein passendes Wetterfenster warten, damit es Anfang April weiter gehen kann.

Nach Combarro gleiten

Nach Combarro gleiten

Zum dritten Mal in Folge sind es genau 6 Tage, die wir an einem Ort verbringen, bevor sich passendes Wetter einstellt. Laut Vorhersage gibt es Wind mit 15 bis 20 kn und überwiegend aus einer passenden Windrichtung.

Da es von Ribeira bis Combarro lediglich 22 sm sind, ist keine Eile geboten. 8 Uhr läutet der Wecker, Baguette kaufen, ausklarieren, kurzes Frühstück und um 9:30 Uhr Leinen los.

Das erste Drittel der Strecke noch unter Motor, dann Segel setzen. Bei dem Bogen, den wir in die Ria hinein segeln, haben wir Anfangs Wind von schräg vorne, dann seitlich und zum Ziel hin von ziemlich hinten. Alles Bestens. Zwischendurch kommt sogar immer mal wieder die Sonne zum Vorschein. Segeln vom Feinsten. So könnte ich tagelang dahingleiten.

Die Wettervorhersage besagt nichts Gutes für die nächsten Tage, also gleich mal los in die als wunderschön beschriebene Altstadt von Combarro. Laut Revierführer wäre es eine Schande in der Gegend hier zu sein, ohne Combarro zu besuchen.

Tja, und der Wetterbericht stimmt leider. Mittlerweile ist es Mittwoch, wir verschanzen uns im Boot, die Heizung läuft und draußen reichlich Regen bei Windböen über 40 kn. Bis zu > 50 kn sind vorhergesagt. Da der Magen knurrt, werde ich wohl oder übel im Schlechtwetteranzug zum Bäcker laufen um ein frisches „Barra de pan“ fürs Frühstück zu besorgen. Ist schließlich schon kurz nach 12 Uhr.

Nach Ribeira rübergschaukelt

Nach Ribeira rübergschaukelt

Das Wetter ist her weiterhin nicht so, dass es für romantische Ankernächte in ebensolchen Buchten der schönen Rias passen würde. Regnerisch, windig, laut spanischem Wetterbericht soll es heute draußen > 130 km/h Wind und 10 m hohe Wellen geben.

So warten wir ein halbwegs passendes Wetterfenster ab, um die nächste Ria/den nächsten Ort an zu laufen. So haben wir auch die 24 sm von Muros nach Ribeira angegangen. Abgesehen davon, dass der Wind aus der falschen Richtung (also von vorne) kam, war er mit 20 bis 25 kn ganz ok. Allerdings gab es eine rund 1 bis 2 m hohe reichlich kabbelige Welle. Insofern war es keine eben ruhige Überfahrt, aber erträglich.

Nachdem wir schon einige Gläschen Ribeira Wein getrunken haben, sind wir also jetzt im gleichnamigen Ort. Mit 28.000 Einwohnern nicht mehr ganz so klein. Sieht man auch gleich bei der Auswahl im Supermarkt. Tja, bei dem Wetter ist, abgesehen von dem einen oder anderen kleinen Spaziergang, Essen halt das größte Abenteuer ;-).

Soll aber kein Jammern sein, das Leben auf der Luna Mare und an den Orten die wir besuchen ist einfach wundervoll.

Da stört es auch nicht, dass hin und wieder Waschtag ist. Die Marina hier, die insgesamt ok ist, ist die erste ohne Waschmaschinen. Aber gleich um die Ecke befindet sich ein Waschsalon. Sofern unsere fußbetriebene Drumi-Waschmaschine nicht bald mal lieferbar ist, werden wir uns ohnehin daran gewöhnen müssen.

Und hier noch ein paar Ribeira-Impressionen.

Weggeweht nach Muros

Weggeweht nach Muros

Mein letzter Satz im letzten Blog hieß: So bleibt uns momentan nur eins: Geduldig auf besseres Wetter warten.

Das mit der Geduld müssen wir noch üben. Die Idee, noch eine zweite, oder gar dritte Woche in Camariñas auf schöneres Wetter zu warten, gefiel uns nicht wirklich. Es ist nett dort, aber mehr halt auch nicht. Bestimmt toll in den Buchten bei passendem Wetter zu ankern.

Von Muros versprachen wir Warmduscher uns warme Duschen. Und von Erzählungen anderer, aber auch vom Revierführer erfuhren wir (frei übersetzt): „Das Galizien Gefühl ändert sich, sobald man die Halbinsel Lauro passiert hat und in die wärmere und sanftere Ria gelangt mit dem sofortigen Gefühl für höhéren Schutz und höhere Temperaturen, Tourismus und Wohlstand. Weiter im Landesinneren werden Kornfelder durch Weinberge ersetzt.“

So viel schon mal vorne weg: Beides trifft nur eingeschränkt zu. Die Duschräume sind auch hier nicht geheizt (wie es laut Dody wohl überall hier der Fall ist, A Coruña war da wohl eine Ausnahme). Sie befinden sich aber in einem teils geheizten Gebäude, so dass es etwas wärmer ist als draußen. Und sie sind etwas wohliger.

Und das Klima ist momentan hier nur einen Hauch milder.

Also auf geht es nach Muros. Laut Vorhersage starten wir bei Gewitter mit 4 bis 33 Knoten Wind. Also abwechselnd zu wenig, oder zu viel. Danach mit 15 bis 27 Knoten bei leichtem Regen eigentlich ganz ok.

Kommt aber anders. Die erste Hälfte der rund 40 Seemeilen ist es trocken und der Wind tut sich schwer die 5 kn Marke zu übertreffen. Dann auf halber Strecke am Ende der Welt (Kap Finisterre) setzt Regen ein und der Wind nimmt auf beständig über 30 kn zu.

In der Ria selbst, kurz vor der Marina, werden dann auch schon mal die 35 kn überschritten. Da wird das Anbringen von Fendern und Festmacherleinen ziemlich wacklig. Und eine kostenlose Salzwasserdusche ist immer inbegriffen. Aber unser Ölzeug hat sich da bisher bewährt.

Dank der Hilfe des Hafenmeister und seines Teilzeit-Kollegen Klaus (ein Deutscher, der seit 3 Jahren das Leben in Muros genießt) klappt das Anlegen trotz des miesen Wetters sehr gut.

Klaus meinte: „Was hat Euch bei dem Wetter bewogen, hierher zu kommen“. Na ja, wir werden sehen.

Nach dem ersten Spaziergang können wir aber schon bestätigen, es hat sich gelohnt hierher zu kommen. Muros ist ein malerischer alter Fischerort mit etlichen Gassen, die es zu erkunden gibt. In Camariñas haben wir Fisch nur tiefgekühlt und in geringem Sortiment gefunden, im wesentlichen Kabeljau und Seehecht.

Hier gibt es direkt an der Marina ein gut sortiertes Fischgeschäft. Wir haben auch in D gerne Fisch gegessen, aber hier gibt es einiges zum ausprobieren: Achselfleckbrasse und roter Knurrhahn zum Beispiel.

Technik-Eck

Keine besonderen Vorkommnisse. Hurra!

Eingeweht in Camariñas

Eingeweht in Camariñas

Montag, 26.02.2018:

Es ist ein schöner sonniger Tag mit Temperaturen von 15 bis knapp 20 Grad Celsius. Genau richtig für eine 15 km Wanderung zum Kap Villano. Immer an der Costa del Morte entlang, an einer Fischfarm am Fuße des Kaps vorbei einen kleinen Anstieg hoch. Dort oben dann ziemlich windig, wie man es von Kaps ja so gewohnt ist. Nochmal die Sonne genießen, den die nächsten Tage soll es anhaltend schlechtes Wetter geben.

Dienstag, 27.02.2018.

Der Wind dreht nach Nordost und versorgt uns nun mit dem kalten Wind und Wetter, welches Zentraleuropa bisher hat vor Kälte zittern lassen. Zudem nimmt die Windstärke deutlich zu. Gemäß Vorhersage erwarten uns jetzt ca. 2 Wochen mit täglich Windstärke 8 bis 10 in Böen, unter 8 Beaufort wird wohl die Ausnahme bleiben.

Einmal täglich lade ich die Verbraucher-Batterie voll. Also raus bei der Kälte, Landstromstecker rein. Kein Strom. Kurz gecheckt, ob an Bord alles ok ist, dann den Marineiro um Hilfe gebeten.

„No problema“, Sicherung am Stromkasten an Land wieder rein. Aber weiterhin ging nichts. Der Sicherung hat sich stets direkt wieder ausgeschaltet. Alle Boote am Steg vom Netz getrennt, nichts ändert sich. Schon mal froh, dass unser Boot hier keinen Kurzschluss erzeugt (wie es andernorts auf Grund eines nassen Steckers schon mal vorgekommen ist).

Kein Strom und damit kein warmes Wasser und ansonsten sparsam mit Heizung umgehen? Nicht gut. Der Marineiro versucht einen Elektriker herbei zu holen, klappt nicht. Aber keine 10 Minuten später hat er mittels zweier Kabeltrommeln Strom aus seinem Hafenhäuschen an den Steg verlegt. Alles gut.

Mittwoch 28. 02.

3 Grad Celsius , gefühlte eher minus 3, hat es noch. Aber immerhin aktuell nicht ganz so windig. Die Duschen hier haben zwar warmes Wasser, die Räumlichkeiten sind aber nicht geheizt. Da kannst Du dich nur angezogen duschen und danach im Kühlschrank aufwärmen ;-).

Aber wir haben ja Heizung und Warmwasserboiler an Bord und dank der schnellen Hilfe durch den Marineiro auch Strom um das zu nutzen.

So bleibt uns momentan nur eins: Geduldig auf besseres Wetter warten.

 

Winterschlaf beendet

Winterschlaf beendet

So, nach 4 Monaten Winterschlaf geht es weiter Richtung Süden. Nachdem ich im letzten September noch großspurig meinte, man muss nur schnell genug sein, dann erwischt man den Sommer noch, zieht jetzt etwas Demut ein: Sommer wir kommen dir entgegen.

So wie es aussieht können wir morgen, Freitag den 23.02.2018 weiter segeln. Die Vorhersage von eben sagt, Windstärke 4 bis 6, Wind aus der richtigen Richtung und Sonne pur. Das passt doch.

Noch schnell rüber in die Nachbarmarina, Diesel bunkern und wieder zurück. Luna Mare seeklar machen, Wecker auf 5 Uhr gestellt. Vor Aufregung aber schon um 4 wach geworden. Kurz Heizung an und startklar machen. Obwohl wir früher als geplant aufgestanden sind, legen wir erst um, wie ursprünglich geplant, 6 Uhr ab. Trödeln ist halt unser Handwerk.

Im Dunklen bei gerade mal 3 Grad Celsius (Im Vergleich zu Deutschland aber immerhin im Plusbereich) raus aus der Rias. Um 7:30 Uhr setzt die Dämmerung ein, um 8:30 geht die Sonne auf. Da der Wind von ziemlich hinten kommt geht es mit gesetzter Genua los nach Camariñas. Stündlich wird es auch etwas wärmer, aber bei rund 10 Grand Celsius ist Schluss. Dank strahlendem Sonnenschein trotzdem angenehm.

Allerdings lässt der Wind schneller nach als geplant und wir haben einige Seemeilen unter Motor zurück zu legen. Kontrollblick in den Motorraum, schon wieder Diesel in der Bilge. Was ist jetzt schon wieder undicht (siehe Technik-Eck unten).

Egal, wir nähern uns kontinuierlich Camariñas und legen dort gegen 18 Uhr an. Camariñas ist ein kleiner gemütlicher Ort, schöne Landschaft rundrum lädt zum Wandern ein und bis einschließlich Montag ist schönes Wetter angesagt. Danach soll es aber mehr als 10 Tage am Stück regnerisch werden. Das mit dem Sommer muss wohl noch etwas warten.

Technik-Ecke:

Eigentlich müsste es statt Technik-Ecke Technik-Depp heißen. Wie kam der Diesel in die Bilge. Nach dem Ölwechsel hatte ich mich beim Entlüften der Diesel-Leitungen etwas schwer getan. Und dabei mal die Dieselleitung am Magnetschalter abgeschraubt (roter Kreis).

Beim wieder Anschrauben habe ich die Kupferdichtung direkt am Schraubenkopf angebracht statt unter der Leitung am Magnetschalter selbst. Das machte das Ganze dann undicht, so dass stets etwas Diesel rausfloss. Dichtung jetzt wieder an der richtigen Stelle und alles ist wieder dicht.

Mal sehen, welcher Unfug mir demnächst einfällt.

 

Geschichten aus der Pantry

Geschichten aus der Pantry

Während unseres Lebens an Land haben wir an den Wochenenden gerne gemeinsam gekocht. Dafür ist die Pantry aber zu klein. So wechseln wir uns an Bord aktuell täglich ab.

Faschingsdienstag war ich dran. Muss mir also noch etwas für heute Abend überlegen. Beim Baguette-Einkauf fürs Frühstück erzählt mir die Bäckerin, dass der Faschingsdienstag hier ein Feiertag ist. Tatsächlich hat der Supermarkt geschlossen.

Also schauen, was wir noch an Bord haben und was ich daraus machen kann. Kartoffeln, ok, könnte einen Kartoffelauflauf geben. Dazu findet sich noch eine Packung gestückelte Tomaten, eine Chorizo, Eier, Oliven, Paprika und passende Gewürze,

Also gibt es spanischen Kartoffelauflauf. Lecker :-). Was wie eine Kuchenform aussieht ist übrigens unser „Omnia-Backofen“. Den stellt man mit einem Deckel drauf auf die normale Herdplatte. Einen „richtigen“ Backofen haben wir nicht. Geht aber auch so.