Von Hawai’i nach Alaska – Tag 13

Kurz nach Beginn des 13. Tages kommt etwas Wind auf. Ziemlich direkt von achtern. Motor aus, Segel setzen. Mal wieder Schmetterling.

Der Wind nimmt nun kontinuierlich zu und damit nimmt auch Luna Mare zunehmend Fahrt auf. Am Abend sind wir dann bei mehr als 4 kn Fahrt.

Zum Abendessen: Pulpo mit Tomatensauce aus der Dose mit Reis, dazu … Krautsalat ist leider alle. Schade.

Durch böigen achterlichen Wind pendelt Luna Mare jetzt von einer Seite auf die andere. Stetes hin und zurück. Je stärker die Böe um so intensiver und ruckartiger.

So schaukeln wir durch die Nacht and versuchen in den Freiwachen so gut es geht Schlaf zu finden. Wobei dieser bei weitem nicht so tief ist, wie während der etwas ruhigeren Nächte davor.

Im Laufe was Vormittags erreicht der Wind mit Stãrke 6 sein vorläufiges Limt. Das bringt uns jetzt durchschnittlich etwas mehr als 6 kn Fahrt.

Draussen ist es nasskalt and nebelverhangen. Alles grau in grau. Etwas ungemütlich, aber wir kommen voran.

Laut Wetterbericht bleibt das weitestgehend noch so für mehr als 12 Stunden, bis Mitternacht. Dann soll der Wind etwas nachlassen und zur Seite drehen.

1.289 sm geschafft, 1.007 sm to go. Wassertemperatur 17,7*C.

Von Hawai’i nach Alaska – Tag 12

Motorsegeln ist jetzt angesagt. Die Veränderung des Windes ähnelt einer Tidenkurve. Mit einem "Tidenhub" von rund 20 kn.

So starten wir kurz nach Beginn des 12. Tages den Motor und bewegen uns mit gut 4 kn über eine immer glatter werdende See dem Abend entgegen.

Zum Abendessen gibt es leckeres Gulasch, was Marion vor der Abfahrt eingekocht hat, mit Nudeln, dazu … Krautsalat, "weil wir in mögen".

Danach noch Diesel vom Haupttank in den Tagestank pumpen. Als plötzlich die Dieselpumpe den Geist aufgibt. Schöner Mist.

Der Motor holt sich den Diesel vom Tagestank, wie auch Kocher und Heizung. Wie jetzt den Diesel vom Haupttank in den Tagestank hoch bekommen?

Keine Ahnung. Alternativ können wir versuchen, das so um zu bauen, dass der Motor aus dem Haupttank versorgt wird. Nicht so einfach, aber das könnte eine Lösung sein.

So motoren wir in die Nacht hinein. Als ich um Mitternacht meine Wache antrete, sehe ich, dass sich am Windmesser Bewegung abzeichnet.

Sofort Segel setzen and Motor aus. Herrlich, diese Ruhe und das Gleiten durchs Wasser.

Drei Stunden später übernimmt Marion die Wache und ich lege mich wieder hin. Der Wind macht das 20 Minuten später auch. Segel bergen, Motor an.

So motoren wir dem Ende des 12. Tages entgegen.

Und hinsichtlich Diesel vom Haupt- in den Tagestank hoch zu befõrdern gibt es vielleicht doch eine Lösung. Der Skipperin fällt ein, dass wir eine Handpumpe für solche Zwecke haben müssten. Und sie weiß auch, wo sie gelagert sein müsste.

Und tatsächlich, die Pumpe ist da. Sobald wir hoffentlich wieder segeln können und der Motor etwas abgekühlt ist, werden wir das einem Praxistest unterziehen.

Apropos: Bergfest. Nach 12 Tagen haben wir die Hälfte der Strecke geschafft.

1.173 sm geschafft, 1.123 sm to go. Wassertemperatur 19,8*C.

Von Hawai’i nach Alaska – Tag 11

2 Jahre Sommer gehen zu Ende. Den goldenen Oktober überspringen wir und landen direkt im nasskalten November.

Der Wind verändert sich schnell mal von 5 bis 10 kn auf 20 bis 25 kn. Das zwingt uns dazu, hin und wieder mal aktiv zu werden. Segel von steuer- nach backbord and zurück, Schmetterling und Reff rein und raus.

Wenn auch nicht mit Geschwindigkeitsrekorden, so kommen die doch stetig voran. Und jeden Tag, den wir später in Alaska ankommen, kann es dort schon etwas wãrmer sein.

Zum Abendessen gibt es übrigens gebratene Kãselaibchen mit Zwiebelgemüse, dazu … Krautsalat, "weil wir ihn mögen".

Wellenkunde:

Stärkerer Wind schickt schon mal eine Welle voraus. Da kann der erfahrene Skipper dann irgendwie erkennen, dass da was auf ihn zukommt. Es sei denn, der Wind überlegt es sich anders and dreht ab.

Der Wind, da wo du gerade bist, erzeugt auch eine Welle. Wie immer, je stärker der Wind, desto höher die Welle.

Und ist der Wind bereits weitergezogen, dann lässt er zur Erinnerung noch etwas "nachlaufende" Welle zurück.

Und wenn diese drei aus unterschiedlichen Richtungen kommen, haste Spaß. Den dürfen wir momentan in vollen Zügen genießen.

Bewegungen an Bord nehmen akrobatische Züge an und überall kracht und scheppert es. Und wenn du alles gesichert und mit Tüchern schallisoliert hast, kommt Lärm von draußen, vom Rigg. Das sogenannte Riggkonzert.

Dieses behandeln wir aber in einer anderen Folge der "Lach- und Sachgeschichten von der Luna Mare".

1076 sm geschafft, 1.220 sm to go. Wassertemperatur 21,5*C.

Von Hawai’i nach Alaska – Tag 10

Der 10. Tag beginnt sehr trübe. Kein Sonnenstrahl durchbricht das graue Himmelszelt und nur ein Hauch von Wind begleitet uns. Zu wenig um Luna Mare voran zu bringen.

So dümpeln wir etwas genervt dem Abend entgegen. Dieser bringt uns eine Kartoffel-/Speck-/Bohnenpfanne, dazu … Krautsalat, "weil wir in mögen".

Was Wetter bleibt die ganz Nacht konstant wie zu Beginn des Tages. Also seglerisch ungünstig.

Morgens so just nach 6 schlägt Marion vor, den Motor zu Hilfe zu nehmen. Mag ich ja gar nicht gerne. Die brauchen allerdings ohnedies Wasser und Strom. Also Motor an und mit 5 kn Fahrt voraus.

Duschen im Cockpit ist mit den leicht gesunkenen Temperaturen schon etwas erfrischender als bisher. Aber noch sehr erträglich und angenehm.

Knapp 3 Stunden später erreicht der Wind satte 10 kn und wir setzen wieder Segel. Das bringt uns mit 3,x kn Fahrt dem Ende des 10. Tages entgegen, Himmel weiterhin in feinstes Grau gehüllt.

976 sm geschafft, 1.320 sm to go. Wassertemperatur 23,0*C.

Von Hawai’i nach Alaska – Tag 9

Die generelle Wetterlage fängt an sich zu verändern. Es wird etwas kühler und ein Dunstschleier, den der Wind nicht vertreiben kann, da er selbst vertrieben wurde, verdeckt die Sonne.

Laut Vorhersage soll sich das bischen verbliebener Wind nach Norden drehen, wodurch wir da nicht mehr hin können, sondern Kurs NNO bis NO einschlagen müssen.

Nach ebendieser Vorhersage soll er sich aber innerhalb von rund 20 Stunden wieder zurück drehen und uns den Weg nach Norden wieder frei geben.

So genießen wir die noch vereinzelten letzten Sonnenstrahlen des Nachmittags, sowie eine Eier-/Speck-/Gemüsepfanne mit … Krautsalat, "well wir ihn mögen".

Die Nacht verläuft ruhig, nur den Großbaum müssen wir wieder "knebeln", damit er ob des schwachen Windes nicht um sich schlagen kann.

Da wir momentum eben nicht mehr den direkten Kurs halten können und der Wind auf bis 5 kn zurück geht, nähern wir uns dem Ziel nur noch mit 2 Seemeilen pro Stunde.

Im Laufe was Tages soll der Wind wieder zunehemen. Übernächste Nacht dann glücklicherweise nicht auf die ursprünglich vorhergesagten 30 bis 40 kn, sondern "nur" auf 20 bis 30 kn. Damit sollten wir klar kommen.

902 sm geschafft, 1.394 sm to go. Wassertemperatur 24,6*C.

Von Hawai’i nach Alaska – Tag 8

Weiterhin schön sonnig warmes Wetter. Es heißt, auf diesem Weg nach Norden wird der Pazifik jeden Tag ein Grad kühler. Das scheint nicht kontinuierlich zu erfolgen. Irgendwann im Laufe der nächsten Tage dann wohl ein Temperatursturz. Hoffentlich haben wir dann nicht plötzlich Schnee auf dem Deck 😅.

Der Wind bleibt mit 5 bis 10 kn schwach. Reicht aber für ein Etmal von rund 80 sm. Auf dem Weg von Panama nach Hawai’i waren es auf Grund von vielen Schwachwindphasen and einigen technischen Problemen in Schnitt 70 sm.

Nachdem kein Fisch den Weg in unsere Bratpfanne findet, gibt es sum Abendessen Bandnudeln mit Paprika/Tomatensauce.

Gefolgt von einer wiederum ruhigen Nacht, die nur durch das Schlagen der Segel gestört wird, immer dann, wenn der Wind zu stark nachlässt.

Am Morgen fast wolkenloser Himmel und Sonne pur.. So geht mit einem kräftigen Frühstück und viel Sonne der nunmehr 8. Tag seinem Ende entgegen.

Und ganz wichtig: Liebe Jill-Stena, alles liebe and gute zum Geburtstag.

834 sm geschafft, 1.462 sm to go. Wassertemperatur 25,9*C.

Von Hawai’i nach Alaska – Tag 7

Tag 7 kommt, der Wind geht. Mit überwiegend weniger als 10 kn dreht er dann nach achtern. Wir ändern die Besegelung auf Schmetterling, um bei diesem Wind noch ein wenig Fahrt zu machen.

Mit weniger Wind muss der Motor bei der Stromerzeugung helfen. Außerdem benötigen wir Wasser. Von den 3 Tanks je 100l die wir haben, verwenden wir nur einen. Die beiden anderen dienen als Notreserve, falls der Wassermacher ausfallen sollte.

Der Tank hat für 6 Tage gereicht. Das ist für unsere Verhältnisse gut. Mit jetzt wieder kochen and entsprechend mehr spülen, wird der Verbrauch vermutlich ansteigen.

So gibt es heute Abend chilli con carne mit Reis, dazu … Krautsalat, "weil wir ihn mögen".

Die Nacht verläuft wieder ruhig und erholsam. Die ruppigen Bootsbewegungen in Schräglage werden nun auf Grund von Segelstellung und achterlichem Wind von (leider nicht regelmäßigen) Schaukelbewegungen abgelöst.

Auch der Vormittag bleibt angenehm. Kräftiges Frühstück für mich, während die Skipperin sich in der Koje von der letzten Wache erholt, Sonnenschein und langsames, aber stetiges Vorankommen.

Und so schaukeln wir uns dem Ende des 7. Tagen entgegen.

750 sm geschafft, 1.546 sm to go. Wassertemperatur 26,6*C.

Von Hawai’i nach Alaska – Tag 6

Weiterhin schönes Segeln, allerdings seit dem späten Abend mit weniger Wind etwas langsamer. Der "schöne" Wind geht laut Vorhersage jetzt zu Ende. Es erwarten uns einerseits Schwachwindphasen, andererseits Starkwindphasen mit bis > 40 kn. Mal sehen die wir damit klar kommen.

Der Tag fängt auch anglerisch gut an. Der Skipperin geht am Nachmittag eine Makrele an den Haken. Nicht sehr groß, aber ausreichend für uns beide.

So gibt es zum Abendessen gebratene Makrele mit ..
Krautsalat, "weil wir ihn mögen". Lecker.

Wie oben erwähnt, lässt im Laufe des Abends der Wind etwas nach. Das beschert uns eine ruhig Nacht mit guten Schlafphasen.

Der neue Tag beginnt wieder mit reichlich Sonnenschein und einer guten Tasse Kaffee. So Segeln wir langsam und gemütlich dem Ende des 6. Tages entgegen.

669 sm geschafft, 1.627 sm to go. Wassertemperatur 27,0*C.

Von Hawai’i nach Alaska – Tag 5

Und wieder ein schöner Segeltag. Angenehme Temperaturen und jetzt auch mit viel Sonnenschein. Das Wetter zeigt sich zum Abschied aus den warmen Gefilden nochmal von seiner besten Seite.

Helen und Hansueli von der SY Dada Tux haben uns gestern per e-mail sehr empfohlen, dies zu genießen. Sie sind 1.000 sm vor uns, bzw. 700 sm vor Kodiak und haben es kalt und nebelig.

Das Wetter wirkt sich auch positiv auf unseren Energiehaushalt aus. Seit 5 Tagen reichen Sonne und Wind zur Energieerzeugung aus. Keine Minute den Motor laufen gelassen. Und das, obwohl durchgehend der elektrische Autopilot an ist. Dessen neue Hydraulikpumpe benötigt etwas weniger Strom als deren Vorgänger.

Die Küche bleibt weiterhin kalt, aber es hat immerhin zu einem Thunfisch- (leider aus der Dose) and Shrimps Salat gereicht. Mit den kälteren Temperaturen kommt dann bestimmt auch die Lust auf warmes Essen.

Ingesamt fühlen wir uns momentan noch sehr wohl auf unserer Fahrt in den hohen Norden.

563 sm geschafft, 1.733 sm to go. Wassertemperatur 27,0*C.

Von Hawai’i nach Alaska – Tag 4

Segeln bleibt konstant gut, keine negative Vorkommnisse. So mögen wir das.

Wir sind heute deutlich schneller unterwegs als gestern. Der Wind hat zugenommen und bewegt sich mit fast durchgängig 15 bis 20 kn exakt im Bereich der Vorhersage. Danke wetterwelt.de.

In rund 2 Tagen soll sich das wohl ãndern und der Wind deutlich variabler als bisher sein. Hinsichtlich Windrichtung und Geschwindigkeit ist dann wohl von allem was dabei. Mit nach unten hin <10 kn wird es zwischendurch mal langsamer und mit max. 30 kn Wind nach nach oben hin bewegen wir uns schon nicht mehr im angenehmen Bereich. Aber noch machbar.

Wind und Welle kommen momentan von schräg vorne, was zu deutlicher Schräglage und unangenehmen Bootsbewegungen führt. Nicht gut für die seekrankheitsgefährdete Skipperin. Da es ihr hierbei in der Koje liegend am Besten geht, verbringt sie viel Zeit dort, entweder lesend, oder schlafend.

Mein Appetit wächst langsam, aber ist ist noch zu ungemütlich zum kochen. Sollte uns wider Erwarten ein Fisch an die Leine gehen, wãre das allerdings eine Ausnahme wert.

454 sm geschafft, 1.842 sm to go. Wassertemperatur 28,1*C.

Social Share Buttons and Icons powered by Ultimatelysocial