September 2011 Kanaren

Ab Juli 2011

Unser 3. Segeltörn führte uns auf die Kanaren. Der Skipper hätte sich mit dem Atlantik noch etwas Zeit gelassen,

aber wenn die Skipperin das vorschlägt? Na dann, Kanaren.

Aus Segelberichten wissen wir bereits, dass es dort Düseneffekte und Windzonen gibt und glauben auch schon mal gelesen zu haben, dass es Segler gibt, die diese meiden. Und wir jetzt direkt dahin?

Na ja, 1000 sm haben wir ja schon im Kielwasser, also nichts wie los.

Zeitgleich mit dem Boot für den Mai Törn im kroatischen Mittelmeer haben wir unser Boot für die Kanaren gechartert, am günstigsten war eine Bavaria 36. Gebucht am 02.01.2011.  

Nachdem der Mai-Törn nunmehr rund 2 Monate zurück lag, begann jetzt die Planung für September. Anfang Juli 2011 die ersten Seekarten bestellt. Findet man für das Mittelmeer noch Karten bis ins letzte Detail, wird es jetzt etwas „gröber“. Den Anfang machen die altbewährten Karten der British Admirality: BA 1869 und BA 1870. Das sollte uns schon mal eine grobe Törn-Planung ermöglichen. Ansonsten gab es laut Charter-Beschreibung noch zahlreiche Seekarten an Bord der Bavaria.

Ergänzende Lektüre gibt es auch nur sehr überschaubar. Auf deutsch haben wir nichts gefunden, aber immerhin mit

Canary Islands Cruising Guide“ ein Buch, welches uns insbesondere bei der Auswahl von Marinas oder Ankerbuchten behilfich sein sollte.


10. und 11.09.2011

10.09.2011: Ankunft auf Gran Canaria. Um die Verproviantierung zu vereinfachen, haben wir uns einen Mietwagen bestellt. Übergabestation etwas abseits vom Flughafen, ein Shuttle Service bringt uns hin. Rein mit dem Gepäck, schon ist der Kleinwagen voll beladen. Also erst mal die Koffer zum Hafen bringen, anschließend die Insel etwas erkunden und abschließend zum Supermarkt. Eine ganze Menge, die man so für 14 Tage benötigt, zumal wir uns überwiegend selbst versorgen wollen. Nochmal zur Mietwagenstation, Mietwagen zurückbringen und mit dem Taxi zurück zur Marina Pasito Blanco. Zum Glück sind es nur ein paar Kilometer.

11.09.2011 – 1. Seetag Marina La Pasito Blanco: Den ersten Tag wollen wir nutzen, um alles ordentlich zu verstauen und das Boot, die Baraka III, kennen zu lernen. Zum einen rausfinden, wo sich alles befindet und bei einer kurzen Ausfahrt Segel setzen, reffen, bergen und Segelmanöver üben. Irgendwie ist der Wind „komisch“. Entweder windstill, so das nichts vorangeht, oder urplötzlich Böen, die das Boot ordentlich schräg legen. Aber wir wollten ja reffen üben, damit wir wissen, wie das mit der Rollgroß funktioniert. Bei allem Ehrgeiz, aber wenn nach dem Reffen gleich wieder Flaute angesagt ist und nach dem Setzen wieder Böen kommen, verwirrt das einen schon. Egal, etwas haben wir das Boot kennengelernt, also zurück in die Marina, Tag ausklingen lassen und nochmal die Etappe für morgen studieren und die vorgesehene Strecke in die Seekarte eintragen.


12.09.2011

2. Seetag Gran Canaria – Teneriffa: Zeitig um 7:00 Uhr ging es los auf die erste Atlantiketappe. Ziel Marina San Miguel, Teneriffa. Bei der Bootsübergabe wurde uns empfohlen, an der Westseite von Gran Canaria erst noch etwas nördich zu gehen, das würde die Ansteuerung von San Miguel auf dann direktem Wege stark vereinfachen. Tat es auch.

Los ging es ganz gemütlich im Windschatten von Gran Canaria. Laut Cruising Guide erwarteten uns zwei Windzonenen, eine an der Westküste von Gran Canaria, die zweite dann an der Ostküste von Teneriffa. Bei 27°55’ Nord Kurs geändert und, nach Begrüßung durch die erste Windzone, gerefft. Etwas holprig noch, aber problemlos und ebenso problemlos die Passage. Wind so um die 20 kn, was bisher unser Maximum an Wind war. Nach rund 10 sm wurde es wieder etwas gemütlich, wir gaben allerdings nur zaghaft etwas mehr Segel.

Kurz vor Teneriffa wieder etwas gerefft, 2. Windzone, aber ebenso problemlos, so dass wir um 18:30 nach 62 sm die Marina San Miguel erreichten.

Die Marina insgesamt ok, wir hatten einen Liegeplatz unweit des Hafenbüros, in dem sich auch die Sanitären Einrichtungen und Duschen befanden. Direkt angrenzend ist ein größeres Urlaubsressort, insofern der Ausblick nichts besonderes. Aber man kann dort, wenn man möchte, sich wie ein Pauschalurlauber fühlen und in einem der zahlreihen Restaurants zu Abend essen.


13.09.2011

3. Seetag Teneriffa – La Gomera: Nach einem gemütlichen Abend bei dem wir bei einem Gläschen Wein unseren ersten Atlantiktag Revue passieren ließen haben wir um 10:00 Uhr wieder Segel gesetzt. Die Etappe nach La Gomera sollte rund 30 sm betragen, so dass wir bei vermutet ausreichend Wind locker dort am Abend ankommen sollten.

So ging es auch ganz gemütlich voran, bis wir rund 5 sm vor unseren Zielhafen San Sebastian de la Gomera kamen. Je näher wir kamen, um so mehr befürchteten wir, dass wir bei für unsere Verhältnisse noch reichlich Wind die Segel bergen und den Hafen anlaufen müssten. Aber auf die Windzonen ist Verlass, kurz vor der Marina haben wir diese verlassen und in ruhigem Wasser die Segel geborgen und den Hafen erreicht.

Anfahrt zur Marina etwas „kurvig“, aber Markierungen sind ok. Kleine Rundfahrt in der Marina, bis ich den Hafenmeister bemerkte. Wies uns einen Liegeplatz am anderen Ende (aus Sicht Hafenmeistergebäude) zu, aber ein paar Meter kann man ja laufen. Und die Fischer neben uns versorgten uns erst mit einer Einkaufstüte voll Sardinen, gefühlte 200, die da in der Tüte aktiv waren. Gut zu tun bis die alle ausgenommen waren, aber das Ergebnis war lecker. Zum Abschied wollten Sie uns noch 2 Thunfische mitgeben, einen haben wir dann dankbar angenommen, den bei der Größe der Tiere wären wir mit 2 heillos überfordert gewesen. Gab ein leckeres Mahl am folgenden Tag.


14.09.2011

1. Landtag La Gomera, San Sebastian: Reizvolle Landschaft und Orte, die wir per Mietwagen erkunden konnten. Gab uns Gelegenheit, die ersten zwei Atlantiktage zu verarbeiten. Es ist in der Tat etwas „heftiger“ als das kroatische Mittelmeer, aber alles bisher in einem Rahmen, den wir gut meistern konnten. Klar läuft nicht alles einwandfrei, insbesondere die Reffmanöver haken doch noch etwas, aber jeder bringt zusätzliche Erfahrung und mit jeder Seemeile wird die Einschätzung der Windentwicklung und das Manöver besser.

Wir sind sehr stolz auf das, was wir zwei Landratten uns in gerade mal rund 2 Jahren an Segelfähigkeiten aneignen konnten. Aber, nicht überheblich werden, sondern konzentriert weiter segeln.


15.09.2011

4. Seetag La Gomera – El Hierro: Nachdem die Etappe mit rund 40 sm wieder etwas länger werden sollten, sind wir um 06:30 aufgebrochen. Über unseren Zielhafen auf El Hierro waren wir uns noch nicht sicher. Windtechnisch liegt die Insel nicht sonderlich günstig, da man entweder mühsam gegen den Wind zurück nach La Gomera musste, oder, was wir vorhatten, relativ hart am Wind nach La Palma im Norden.

Es gibt zwei Marinas, La Estaca und La Restinga. Ohne es wirklich begründen zu können, hatten wir uns für La Estaca entschieden. Wie uns später bestätigt wurde, war das ok. Beide Marinas gäben sich nicht viel.

Angelegt wurde längsseits am äußeren Hafendamm. Da dort keine Leiter zur Verfügung steht, ist insbesondere bei Niedrigwasser der „Aufstieg“ auf die Kaimauer etwas umständlich. Strom und Wasser war nicht verfügbar. Die Liegegebühr war, wenn ich mich recht erinnere, rund € 10.


16.09.2011

5. Seetag El Hierro – La Palma, Ankerbuch Puerta Naos: Es ging wieder zeitlich um 06:30 Uhr los, wir hatten uns La Palma vorgenommen, so rund 50 sm entfernt. Eigentlich hatten wir den Wind aus nordöstlicher Richtung erwartet, dieser uns aber aus fast direkter Nordrichtung. Wir sind bei 17°54’ W los und hätten rund 7 sm nach Osten machen müssen, um den Zielhafen bei 17°46’ W zu erreichen. Es ging aber erstmal weiter nach Westen, die 7 sm Richtung Osten hätten wir durch kreuzen „erzwingen“ müssen.

Um 19:00 Uhr waren wir immer noch 7 sm südlich von La Palma und mit 17°55’ W nicht wirklich auf Kurs. Der Cruising Guide hatte für genau diesen Längengrad einen Ankerplatz an der Westküste im Angebot. Die Nacht „durchkreuzen“ bis zum geplanten Zielhafen „Santa Cruz de La Palma“. Alternative: Erste Nacht vor Anker in unserer Segelgeschichte mit Herausforderung „Ankermanöver bei Nacht“?. Die Manschaft entschied sich nach kurzer Abwägung einstimmig für das Ankern. War wohl der Gedanke an eine Nacht in der Koje statt im Cockpit im Hinterkopf.

So gegen 22:00 Uhr haben wir uns an die Ankerbucht herangetastet. War der Strand zu einer Ferienanlage. Beinahe im dunklen ein paar kleine, an Bojen liegende Boote versenkt, aber dann mit leicht zittrigen Händen doch einen guten Liegeplatz gefunden. Ankeralarm eingestellt, erstmal mit 2 m. Nachdem der sich kurz daruf meldete und eigentlich rundherum alles ok war, nochmal die Entfernung zum flachen Wasser geschätzt, auf 20 m geändert und für die erste Nacht vor Anker ziemlich gut geschlafen. Höchstens 10 mal die Position mit einem Blick aus der Luke geprüft :-).


17.09.2011

17.09.2011 – 6. Seetag La Palma, Ankerbuch Puerta Naos – Santa Cruz de la Palma: Der Skipper hatte ja heimlich davon geträumt, von La Palma direkt nach Lanzarote zu gehen, schöne Nachtfahrt und damit alle „7 auf einen Streich“. Das wäre nunmehr nur mit viel Anstregung noch möglich gewesen, aber die Skipperin hatte natürlich nicht Unrecht, wenn sie auf die Urlaubskomponente verwies.

So verholten wir  unsere Baraka III um die Südspitze von La Palma herum die 25 sm bis nach Santa Cruz de La Palma und planten für den nächsten Tag einen erholsamen in Santa Cruz ein.

Am Nachmittag kamen wir in der erst vor ein paar Jahren fertig gestellten Marina an. Diese liegt etwas ungünstig direkt in der NE-Windrichtung. Für unsere Verhältnisse war dann auch ordentlich Wind im Hafenbereich, was das Anlegen zur Herausforderung machte. Da aber kaum Boote im Hafen waren, die ich gefährden konnte, nahm es mir der Hafenmeister auch nicht übel, dass ich in von einer Box auf die nächste deutete, von der ich vermutete, dass ich es bei der Windabdrift schaffen konnte, eingermaßen längsseits anzulegen.


18.09.2011

18.09.2011 – 2. Landtag Santa Cruz de la Palma: Diesmal ohne Mietwagen, insofern „nur“ die Hauptstadt erkundet. Eine schöne Stadt, deren Innenstadt man gut zu Fuß durchschreiten kann. Haben uns dann Abends in einem guten Restaurant an der Uferstraße verwöhnen lassen. Lief doch alles ganz gut bis hierher.


 

19.09.2011 7. Seetag Santa Cruz de la Palma – La Gomera, 2. Ankernacht: Geruhsam setzten wir um 09:30 wieder Segel. So geruhsam, dass wir den ganzen Tag über kein einziges Mal den Fotoapparat in die Hand nahmen.

Nach der gelungenen Ankernacht vor La Palma streift der Blick im häufiger im Cruising Guide auf die Ankerplatzbeschreibungen. Keine lange Überlegung notwendig, die nächste Nacht wird wieder vor Anker verbracht.

Die rund 50 sm Überfahrt waren angenehm ruhig, Wind wieder aus genau der richtigen Richtung. Ging nicht schnell voran, aber es ging voran.

Wir erreichten die Westküste von La Gomera am späten Nachmittag, also mit genug Zeit um die Ankerplatzbeschreibungen des Cruising Guide mit der Wirklichkeit abzugleichen. Die dritte sollte es dann sein: Cala Rajita. In der Bucht die ehemaligen Gebäude einer Fischfabrik, oben auf dem Hügel der Ort Damas. Klar, verfallene Gebäude sind nicht der allerschönste Anblick. Andererseits ein gewisser Blick in die Geschichte, die Atmosphäre (und ein wenig der Geruch) der Fischverarbeitung und der gewesenen Aktivtäten in dieser Bucht. Macht auch was her.


20.09.2011

8. Seetag La Gomera – Teneriffa: Wir hatten noch 3 Tage für die letzten beiden Etappen vor uns. Also ohne Stress auf den Rückweg nach Gran Canaria mit Zwischenstopp auf Teneriffa. Da schon bekannt und ok, haben wir wieder die Marina San Miguel angesteuert. Es ging gut voran, so dass wir für die 37 sm so 9 Stunden brauchten, also rund 4 kn durchschnittlich unterwegs waren. Hier kam uns auch die kleine Windzone südöstlich von La Gomera etwas zu Hilfe.

Ansonsten problemlose Überfahrt nach San Miguel, und am Abend eines der Restaurants im schon erwähnten Ferienressort ausprobiert. War ok, so dass wir gesättigt und nach ein paar Glas Wein rundherum zufrieden und mit reichlich Bettschwere die Nacht genossen haben.


21./22.09.2011

22.09.2011 – 9. Seetag Teneriffa – Gran Canaria: Letzen rund 60 sm des ersten Atlantiktörns waren noch vor uns. Es ging um 8:00 Uhr noch ruhig los, aber schnell frischte es auf. Also bester Segelwind. Denkste, wenn du entweder nicht damit umgehen kannst, oder aber anderes wie Strömung, oder Seegang das Ganze irgendwie vereiteln. Jedenfalls kommen wir irgendwie nicht voran. Segelstellung geändert, etwas mehr Segel gegeben, versucht etwas abzufallen, alles half nichts, wir machten keine 2 kn und kamen teilweise einfach wieder zum Stillstand in Bezug auf Geschwindigkeit über Grund.

Na gut, schon nach 9 Uhr und kaum Strecke gemacht. Also Motor an und die Befürchtung, dass der letzte Segeltag unter Motor verläuft. Aber wenigsten geht es voran, auch wenn der Wind mittlerweile bei rund 25 kn ist und der Wellengang entsprechend. Recht ruppige Angelegenheit.

Der Himmel grau verhangen und schon seit Stunden kein Land mehr in Sicht. Der Gedanke, dass es zwischenzeitlich rund 25 sm bis zur nächsten Küste sind erschreckend und spannend zugleich.

Was man immer wieder lernt: nutze jede Gelegenheit um nachzutanken, man weiß nicht wann die nächste kommt und was man immer wieder macht: Reicht noch bis zur nächsten Gelegenheit. Mein Blick auf die Tankuhr wurde verzagter, doch noch mal Segel setzen und irgend wie versuchen da durchzukommen, bevor der Sprit alle ist.

Es wurde dunkler, Regen kam, Blitze am Horizont, der Wind nahm zu.

Dann nahmen mir Wind und Vorschot die Entscheidung ab. Die Vorschot löste sich, die Fock rauschte in vollster Herrlichkeit aus und schlug kräftig im Wind. Gedankenblitze, die wird zerfetzt, wie hole ich die ein, was nun: segeln. Spontaner Gedanke, Kurs geringfügig geändert, so dass die Fock gut im Wind stand und bei teilweise 35 kn Wind, mit zeitweise > 7 kn Fahrt an der Grenze zur Rumpfgeschindigkeit. Aber es ging voran und alles ging gut. An der vorgesehenen Stelle war die Windzone zu Ende, von jetzt auf gleich „nur“ noch < 10 kn. Vorsegel per Hand aufgerollt und unter Motor eingelaufen.

Und dann schafft der Skipper nach fast 15 Stunden (mit 15 min. Unterbrechung) am Ruder ein erstklassiges rückwärts Einparkmanöver in die Heimatbox der Baraka III. Man war der stolz.


Resumé: 

Die Kanarischen Inseln sind ein herrliches Segelrevier, die Windzonen garantieren ein Fortkommen unter Segel, wenn auch, wie am letzten Tag, bei Windstärke 7 mit Windgeschwindigkeiten in der Spitze von > 35 kn (noch) etwas ungestümer als gewohnt. Und wenn dann Probleme auftreten…. Die Erwartungen haben sich insgesamt erfüllt, insbesondere die auf ordentlichen Segelwind und damit ordentlich Fahrt unter Segel. Dabei etwas das Trimmen geübt und zahlreiche Male das Reffen. Und eine Halse bei etwas mehr Wind hat etwas aufregendes (bei Windstärke 7 haben wir es allerdings nicht versucht).

Was die Marinas betrifft, wussten wir, was zu erwarten war, bzw. was man im Vergleich zu den zahlreichen, überwiegend gut ausgestatteten Marinas in Kroatien, nicht erwarten kann. Wobei die Ausstattung durchaus ausreichend ist und bei einigen auch sehr gut (die Stand 09/2011 noch sehr neue Marina auf La Palma). Aber dafür auch deutlich günstiger und in keinem der Fälle wirklich unangenehm. Nur halt weniger und, sofern man wie wir noch Anker unerfahren ist, wird die Planung dann etwas schwieriger.

Überraschenderweise waren trotz der ja insgesamt eigentlich guten Segelverhältnisse nur sehr wenige Boote unterwegs. Über Stunden teilweise kein anderes in Sichtweite. Und wenn dann auch keine Küste in Sicht ist, fühlt man sich schon so etwas wie auf hoher See. Der Schiffsmeister erzählte uns nach der Rückkehr, dass viele nur um den Heimathafen herum segeln würden, teilweise weil wohl auch die Windzonen gefürchtet werden. Für unsere Baraka III (Baujahr 2002) war es laut Schiffsmeister übrigens auch der erste weitere Ausflug. Er selbst hätte immer dann Gelegenheit zu segeln, wenn er ein Boot von einer der Inseln zurückführen musste, da es der jeweiligen Crew nicht mehr gelang im Zeitplan zurückzukommen. Zeitplan ist also wichtig.

Das Boot selbst war in einem Zustand, den man bei Charteryachten als durchschnittlich bis gut bezeichnen kann. Das sich die Vorschot löst kann bei den dort vorherrschenden Windverhältnissen sicher immer mal passieren, andere Kleinigkeiten (Ausfall Buglichter, unmögliche Anbringung Rettungsring, der immer wieder über Bord ging) könnten besser sein.

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