Exposé Luna Mare

Nach rund 35.000 sm, die uns bis Brasilien, Hawaii, Alaska und Kanada geführt haben, kehren wir zum Leben an Land zurück. Wir leben seit nunmehr gut 10 Jahren auf diesem Boot.

Luna Mare ist als Stahlyacht ein sehr zuverlässiges und stabiles Boot. Es durchsteht problemlos Starkwindphasen, ist aber gewichtsbedingt langsam bei Wind unter 10 kn. Der gemäßigte Langkieler geht gut am Wind, lässt sich gut beidrehen und liegt stabil bei jeder Wetterlage.

Der Rumpf stammt aus 1995 und wurde vom damaligen Besitzer ausgebaut. In 2014 haben wir das Boot im damaligen Zustand (ohne Motor, ohne Rigg und nur rudimentäre Navigationsausstattung) übernommen und bis Mitte 2016 fertig ausgebaut.

Die Erstwässerung erfolgte im Juni 2016.

Dadurch sind wesentliche Teile wie das Rigg und die Navigationselektrik „nur“ rund 10 Jahre alt. Der Motor ebenfalls. Dieser hat aber einen Kolbenfresser durch Salzwassereintritt (einer der vier Zylinder ist davon betroffen), weshalb der Motor nur mit einigem Aufwand repariert bzw. komplett ersetzt werden muss.

Sehr angenehm ist der Innensteuerstand. Man befindet sich nicht im „Keller“ wie bei den meisten Segelbooten, sondern hat einen schönen Rundumblick. Die Wache bei Langfahrt kann sich hier auf einer Koje (der Tisch kann abgesenkt werden) im sicheren Bereich des Bootes aufhalten. Man hat dabei sowohl die See rundherum als auch alle relevanten Navigationsinstrumente im Blick.

Allerdings ist ein erheblicher Refit-Aufwand erforderlich:

– Motor (aktuell nicht betriebsbereit) benötigt Generalüberholung nach Wassereintritt.

– neue Segel sind erforderlich

– die Abdichtung zwischen dem GFK-Deck und dem Stahlrumpf muss erneuert werden, um Wassereintritt zu vermeiden.

– bei einem Stahlboot ist naturgemäß auf Rostbildung zu achten und bei Bedarf zu behandeln.

– zahlreiche kleinere Themen wie z.B. Ersatz von Verbrauchsteilen, Diesel-Heizung bis hin zu einem defekten Deckel auf dem Wassertank der Siebträger-Kaffeemaschine (weitere Info hierzu bei den Detailangaben des Exposés).

Ich schätze den Gesamtaufwand auf rund 30.000 € bis 35.000 €. Danach hat man dann jedoch ein seegängiges Boot geeignet für alle Reviere dieser Welt.

Die monatlichen Liegegebühren in Höhe von € 352 monatlich hier in Valencia (Marina Port Valencia – Marina Sur) sind bis zum 15. Juli 2027 bezahlt. Extra berechnet werden von der Marina monatlich Wasser und Strom nach Verbrauch, wobei es einen Mindestbetrag von € 35 pro Monat gibt.

Alle Fotos sind aktuelle Aufnahmen aus August 2026.

Weitere Informationen:

Das Boot bietet für seine Größe auf Grund einer sehr durchdachten Raumaufteilung für Platz für 2 Personen und verfügt über ausreichend viel Stauraum. Es ist kaum ein Zentimeter ungenutzt.

Es sind umfangreiches Werkzeug und etliche Ersatzteile vorhanden.

Rund 6 km von hier entfernt befindet sich die Werft „Varadero Valencia“ die einen kompletten Service anbietet und einen Rabatt für Kunden der Marina Port Valencia gewährt: Varadero Valencia. Marina Port Valencia, wo wir sind, plant eine Werft ab 2027.

Es gibt einen Marineausstatter Navaltec im Bereich der Marina Port Valencia: Navaltec. Darüber hinaus zahlreiche Betriebe im Umfeld der „Varadero Valencia.

Technische Daten:

LüA (Rumpflänge): 11,25m

Breite: 3,50m

Tiefgang: 1,50m

Rumpf: Stahl 6-3 mm, gemäßigter Langkiel

Ballast: Blei (vergossen): 3000 kg

Kraftstofftank (Haupttank): 400 l

Kraftstofftank (Tagestank): 100 l

Frischwassertanks: 100 l / 100 l

Fäkalientank: 100 l

Stehhöhen (wir sind 165 cm bzw. 175 cm groß):

Vorschiffkoje: von 104 cm bis 118 cm

Unterer Salon: von 185 cm bis 195 cm

Deckssalon: 195 cm

Achterkajüte: 140 cm, Koje 80 cm

Nasszelle: 170 cm

Ausstattung (sofern nicht anderes angegeben vor 2015 installiert):

Kühlbox integriert

Diesel Kochfeld (2015)

Doppel-Spülbecken

Diesel Heizung (Eberspächer, 2015)), defekt

Vorschiffkoje

Heckkoje („Master Bedroom“)

Naßzelle mit Toilette (mit Salzwasserspülung), Waschbecken

Zur Liegefläche absenkbare Tische/Bänke im Decksalon und unteren Salon

UKW-Radio mit Bluetooth-Schnittstelle zu Smartphone/Tablet (2015)

20l Warmwasserboiler mit Anschluss an Motorkühlwasserkreislauf

Außendusche

Rigg (2016):

Mast Seldén 13,5 m hoch,

-2 Salingspaare

– Maststufen

– LED Topplicht

– Dampfer-/Deckleuchtenkombination

– Kutterstag

Großbaum Selden, Unterlieklänge 4 m

Andersen Winschen (2 x 28 ST, 2 x 46 ST)

Facnor FlatDeck FD210 Vorsegel Rollreffanlage inkl. 10mm Vorstag

Spinnakerbaum

OLEU Großsegel 27 m² Dacron 360g/m² Shortbutton Cut

OLEU Rollreffgenua 49 m² Dacron

Sowohl das Setzen als auch das Einholen von Großsegel und Vorsegel ist problemlos vom Cockpit aus möglich. Wir hatten jedoch meist das Großfall mit einem Tampen am Großbaum gesichert, damit es nicht am Mast schlägt. Um diesen Tampen zu entfernen, muss man kurz das Cockpit verlassen.

Das Großsegel hat das Seldén Patentreff mit zwei Reffstufen. Auch für das Reffen ist es nicht notwendig, das Cockpit zu verlassen.

Der Spinnakerbaum ist am Mast befestigt, so dass er kein Hindernis auf dem Vorschiff darstellt.

Das Kutterstag ist „fliegend“, wird also bei Bedarf von der Backbordseite (wo es „gelagert“ ist) im Bugbereich befestigt. Es ist für Segel mit Stagreitern gedacht (kein Rollreff)

Elektrik (überwiegend 2015 bis 2016):

Victron Trenntrafo

Philippi Landanschlusseinheit (vor 2016)

Ladegerät PHOENIX SMART IP43 12 V / 50 A / 1+1 Ladeausgänge (2026)

Silentwind Windgenerator (400 W) nit Hybrid-Laderegler (Wind und Solar)

Solarmodule DCsolar Power E-Serie (2 x 100 W)

Lichtmaschine 14 V / 120 A

Philippi EM-Box

Quick Ladegerät für Starter und Ankerwinsch Batterie

Ankerwinsch (2019)

Überwiegend LED-Lampen

300 Ah Verbraucherbatterie (Victron Lithium) mit BMS

110 Ah Starterbatterie (Aquamot AGM)

100 Ah Ankerwinschbatterie (Zenith AGM)

Navigation/Ruderanlage (sofern nicht anders angegeben, 2015/16):

Hydraulik-Ruderanlage (vor 2015/16)

2 Steuerstände (Cockpit und Decksalon, vor 2015/16)

Plotter

UKW-Funkgerät

AIS (aktiv)

Radar (17 W Verbrauch)

elektr. Autopilot

Buganker (25 kg Rocna, 2018)

Heckanker (vor 2015/16)

Motor Lombardini LDW 2204 M (2016):

Zylinder: 4 Reihe

Hubraum: 2199 cm³

Bohrung: ∅ 88 mm

Hub: 90,4 mm

Drehzahl max.: 3600 1/min

Leistung der Schwungscheibe: 44 kW / 60 PS

Kompression: 22.0:1

Drehmoment max. bei 2.200 1/min: 120 Nm

Gewicht: ca. 240 kg

Abmessungen: 895 mm x 540 mm x 630 mm (L X B X H)

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