… Ende Februar. Ist noch ein bisschen hin, aber bei einer Distanz von 4.500 sm (rund 8.300 km) und einer Reisedauer von ca. 6 Wochen bedeutet das: es geht bald los. Ablegen ist geplant für morgen, Samstag, 11.01. 2020.

Nachdem wir das finale Paket mit der neuen Glühkerze für unseren Diesel-Herd erhalten haben,

Dieselkerzen alt/neu

können wir los zum Las Perlas Archipel. Den wollten wir ohnehin ausgiebiger besuchen, außerdem ist es notwendig, den Unterwasserbereich von Bewuchs zu befreien. Und ja, das ist mehr als notwendig. Der oberflächliche Eindruck, den ich beim Schnorcheln ums Boot gewonnen hatte, war trügerisch.

Vor den Las Perlas Inseln ist zwar nicht das allerklarste Wasser, aber fürs Tauchen ist es deutlich angenehmer als der Ankerbereich „Las Brisas“ vor Panama City.

Hatte ja schon davon berichtet, dass wir unser aktuelles Antifouling nicht mehr nutzen können, dass Hempel nicht in der Lage ist, Farbe nach Übersee zu versenden und als Provinzunternehmen außerhalb Europas halt nicht vertreten ist.

Abgesehen davon haben sich im Bugbereich (der sicherlich am stärksten durch Seegang belastet ist) größere Flächen des Antifouling einfach abgelöst, so dass dort die Grundierung zum Vorschein kommt. Ergo werden wir auf Hawai’i das Antifouling komplett erneuern müssen. Die Vorfreude darauf hält sich dann doch sehr in Grenzen.

Aber abgesehen davon, dass die Reinigung des Rumpfes schon sehr anstrengend ist, sind die Las Perlas Inseln halt schon sehr sehenswert.

Nach knapp zwei Wochen geht es zurück nach Las Brisas an den Ankerplatz. Auf dem Weg dorthin noch Diesel bunkern und vor Anker dann die abschließenden Vorbereitungen für den langen Törn nach Hawai’i.

Vorbereitungen

Einige Relingstützen neu abdichten, Motor und Rigg prüfen, am Autopiloten schon mal die Kohlebürsten tauschen, den der wird sicherlich heiß laufen, die faltbaren Wassertanks (wir haben zwei Falttanks, die wir nur als Reserve benutzen, neben einem festen Kunststofftank für den täglichen Gebrauch, jeder so ca. 100l) ausbauen, reinigen und wieder einbauen. Ausklarierungsinformationen für Panama und Einklarierungsinformationen für Hawai’i googeln.

Das separate Smartphone für die Satellitenverbindungen (fiel mir Tölpel auf den Boden, hat jetzt ein zersprungenes Display, wird aber hoffentlich bis Hawai’i halten), mit dem wir die Wetterdaten einholen, vorbereiten. Habe jetzt eine App gefunden, die nur den Datenverkehr erlaubt, den ich zulasse, das kann sonst via Satellit teuer werden, wenn das Ding im Hintergrund Daten lädt; wie wir schon schmerzlich erfahren mussten.

Und für reichlich Proviant sorgen. Skipperin hat sich im Einkochen von Gulasch und Chili con carne versucht, ich mit Sauerkraut ansetzen (man bekommt hier Weißkraut, aber kein Sauerkraut) und Käse (der aber nicht für unterwegs, da nicht so lange haltbar und nicht aus haltbarer Milch herstellbar).

Damit sollte es also morgen losgehen können. Wir rechnen mit 45 Tagen, wobei der Start wohl am schwierigsten ist, bis wir nach rund 500 sm die Passatwindzone erreichen. Der Proviant sollte aber auch für die doppelte Zeit reichen und Wasser können wir ja laufend produzieren. Der Wassermacher muss dabei aber so zuverlässig weiter arbeiten, wie er es die letzten drei Jahre getan hat. Sonst wären wir auf rund 200 l Wassernotreserve angewiesen. Und Regen.

So wie es aussieht kann ich von unterwegs immer mal wieder einen Statusbericht in Kurzform hier posten und auf der Seite https://7jahre7meere.de/wo-wir-aktuell-sind/ unsere tägliche Position absetzen. Mal sehen, ob das alles so klappt.