A little bit of Madeira

Nachdem heute morgen ein Experte vorbeikam, die Lichtmaschine geprüft und für schlecht befunden hat, hat er sie auch gleich zur Reparatur mitgenommen. Wir dann noch etwas den Motorraum gereinigt und anschließend ein bisschen Madeira erkundet.

Vor dem obligatorischen Bier/Wein in der Captains Bar noch die Spi-Bäume in die richtige Reihenfolge gebracht und das gerissene Ende mit der Gastlandflagge wieder positioniert. Dabei zum ersten Mal den Bootsmannsstuhl getestet. Morgen früh kommt der Experte mit der Lichtmaschine zurück. Mal schauen, ob dann elektrisch wieder alles funzt.

Reparaturen

Heute war dann doch der Repariertag, Testtörn auf Morgen verschoben. Der Tag begann ganz gut mit der erfolgreichen Reparatur von drei Navigationsinstrumenten von Navman. Das Display hat nichts mehr angezeigt, aber dank dreier Reparaturkits von Indigo Electronics funktionieren die Teile jetzt wieder.

Dann noch Shopping in Funchal, neue Vorschots geholt und angebracht, hat auch geklappt. Zwei weitere Reparaturversuche blieben aber erfolglos. Der Austausch von Sicherungen des Wechselrichters brachten diesen nicht mehr zurück ins „Wechselrichterleben“ und eine neue Klemme hat dann doch nicht gepasst.

Unterm Strich aber positiv, da die erfolgreichen Aktionen wichtiger sind als die anderen.

Nun also morgen zum Testtörn und das mit Navigationsinstrumenten im Cockpit, die auch was anzeigen. Ist doch toll, oder?

Wieder Madeira

6 Wochen sind vergangen, die wir zu Hause in Hessen verbracht haben. In dieser Zeit haben wir die nächsten Meilensteine zu unserem Ziel „7Jahre7Meere“ erreicht:

  • Reihenhaus verkauft
  • Mietvertrag für eine Wohnung in Wiesbaden-Mitte unterschrieben
  • Tochter hat das Abitur geschafft
  • und schreibt sich in die Uni Mainz ein mit dem Ziel Lehramt

Seit gestern sind wir wieder auf unserer B.OLD, einige Reparaturen erledigen und für die Überfahrt ans Festland Anfang September vorbereiten. Einige Dinge sind wieder ok (Landstrom lädt wieder, Verkleidung nach dem Wassereintritt an einer Heckrelingstütze wieder angebracht, Tür zur Schap mit den Töpfen so befestigt, dass sie sich hoffentlich nun nicht mehr laufend bei etwas Seegang von alleine öffnet). Einiges gibt es die nächsten Tage noch zu tun.

Morgen wollen wir testen, ob das genähte Segel hält was es soll. Zumindest hier in der Marina bläst der Wind ganz ordentlich. Freue mich auf den Testtörn morgen.

Ankunft Portugal

Bereits nach 4 Tagen sind wir angekommen, jedoch nicht am portugisieschen Festland, sondern wieder auf Madeira.
Mit Wind gegen uns hatten wir ja gerechnet, so hatten wir nach 3 Tagen gerade mal 100 von 500 sm geschafft, mit der Aussicht, dass sich der Wind zu unseren Gunsten von NNO auf N dreht.

Nicht gerechnet hatten wir mit:
– 60 cm Riss im Großsegel
– Wasser in der Bilge. Eine Relingstütze hatte sich an der Bordbefestigung gelöst und ein reichlich großes Loch ließ reichlich Wasser ins Boot kommen. Da an dieser Stütze auch der Geräteträger befestigt ist, sahen wir das Risiko, diesen bei etwas stärkerem Wetter komplett zu verlieren
– elektr. Bilgepumpe defekt
– Motor hat Batterien nicht mehr geladen.

Insbesondere die ersten beiden Punkte veranlassten uns zur Umkehr. So waren wir dann einen Tag später wieder in Quinta da Lorde. Funchal wäre uns wegen der Reparaturinfrastruktur lieber gewesen, aber dort kann man das Boot nicht alleine liegen lassen.

Donnerstag dann Einkauf von Ersatzteilen und der Ladeninhaber hat uns auch gleich einen Schweißer vermittelt, der 5 min. später im Laden stand. Bereits am Freitag kamen dann zwei seiner Mitarbeiter und haben in rund 2 Stunden die Relingstütze fachmännisch angescheißt. Dieser Punkt war also erledigt.

Bereits erledigt war auch die Segelreparatur, die Skipperin hatte mit einer kleinen, aber genialen „Segelhandnähmaschine“ den großen Riss und noch gleich ein paar kleinere, die sie während der Reparatur entdeckete, genäht.

Bilge ist wieder trocken, in der Heckkabine haben wir die Seitenverkleidung abgemacht, da die dahinterliegende Isolierung durch den Wassereintritt durchnässt wurde. Kann jetzt die nächsten Wochen trocknen.

Insofern hatten wir mit gut 600 sm das erledigt, was wir eigentlich von Anfang an hätten einplanen sollen: 2 Wochen Bootstest. Und sind dabei zumindest knapp 300 sm näher ans Ziel gekommen (von gesamt wohl über 2000 sm bis zum derzeit geplanten Zielhafen Emden).

Anfang Juli werden wir nochmal eine Woche am Boot sein, die Elektronik ist noch zu reparieren (weder Motor, noch Landstrom lädt momentan die Batterien, gut dass wir Solar und Windrad haben), die Wasserpumpe für die Klospülung funktioniert nicht und noch einige Kleinigkeiten.

Dann müssen wir mal sehen, ob wir im September den nächsten Versuch unternehmen, portugisiesches Festland zu erreichen. Schaun mer mal.

Ankunft Madeira

Nach 4 Tagen und 300 sm haben wir Madeira erreicht. Von kleineren technischen Problemchen abgesehen, waren es wunder volle 4 Tage und Nächte. Nur wir beide, na gut, etwas Atlantischer Ozean und das Universum, aber sonst niemand. Ok, einige Delfine hatten uns noch Gesellschaft geleistet und ein paar Fische lukten aus dem Wasser und wunderten sich, warum da keine Angel zum anbeißen hing, kommt noch.
Etwas mehr Wind wäre schön gewesen, aber so konnten wir unseren guten alten BUKH ausgiebig testen. Lief für sein Alter (gerade mal gut 20 Jahre jünger als ich) ganz gut. Diesel hat gerade so gereicht, morgen früh wird vollgetankt, dann geht es direkt nach …
Nach realistischer Einschätzung haben wir festgestellt, das ein näherer Zielhafen in den nächsten noch verbleibenden 9 Tagen leichter zu erreichen sein wird als La Coruña. Neue „Endstation“ für diesen Törn ist nunmehr Sines, südlich von Lissabon. Auf geht’s.

Spannung steigt

Die Spannung steigt. Wir sind auf unserer B.OLD bei den letzten Vorbereitungen und sofern der Motor morgen (Sonntag) funktioniert, geht es los. Es geht dann nach Madeira, zusätzlichen Diesel bunkern. Hier müssten wir bis Montag warten, ohne absoluter Gewissheit, dann welchen zu bekommen. Sofern alles glatt läuft, werden wir in 3 Tagen dort sein.

Nervös werdend

Du weißt, dass Du ein Boot in irgendeiner Marina liegen hast, wenn Dein Reisegepäck zu einem guten Teil aus Ersatzteilen besteht.

Wir werden zunehmend nervös, na gut, nicht alle, nur ich, die Skipperin bleibt cool. In ca. einer Woche geht es los, zum ersten Mal für mehr als 10 Tage nonstop Segeln. Großartiger Gedanke, aber doch irgendwie unheimlich. Keine Ahnung ob es funktionieren wird. Wir müssten innerhalb von 14 Tagen bis La Coruña kommen, aber werden wir genügend Wind haben, wird ansonsten alles ok sein? Es ist aufregend, etwas komplett neues, keine Idee ob es klappt und wie wir das Ganze handhaben werden. Klar, viele haben das schon gemacht, über viele Wochen, aber das erste Mal ist schon besonders, sehr besonders.

Angelausrüstung

Bisher waren wir reichlich erfolglos beim Fischen. Dieses Mal werden wir es besser machen. Angeregt von den „Seenomaden“ bzw. einer Zeichnung aus deren Buch „Frei wie der Wind (zu den Seenomaden geht es hier:, haben wir alle Teile besorgt, die wir für eine Schleppangel benötigen. Alle (essbaren) Fische sind nun eingeladen, unsere Pfanne zu besuchen. Bin neugierig, wie erfolgreich wir sein werden.

Außerdem laufen die Vorbereitungen um den Namen des Bootes darauf anzubringen, in sehr schönem Orange 🙂

Noch 3 Wochen bis zum ersten Törn

So, in 3 Wochen geht es los auf die ersten mehr als 1000 sm mit unserer B.OLD von La Graciosa to La Coruña.

Dieses Wochenende hatten wir Makler hier, unser Häuschen zu verkaufen. Ein weiterer wichtiger Schritt zu „7Jahre7Meere“. Zum einen können wir etwas Geld benötigen um das Boot zu renovieren. Zum anderen wollen wir nach Wiesbaden ziehen.
Kinder sind groß, da reicht eine 3 bis 4 Zimmerwohnung näher an meinem Arbeitsplatz. In zentraler Lage, neben dem Boot gibt es ja noch ein Leben, etwas zumindest. Zudem soll ds Ganze die Ausgaben etwas senken, was dann der Bordkasse zugute kommt.

Und heute war nicht nur ein wunderschöner Tag, was das Wetter betraf, sondern auch die Tauffeier für unsere Enkelin. Nach der kirchlichen Taufe ein schöner Tag mit Familie und Freunden. Auf das Sophia uns später mal an allen Ecken der Welt auf der B.OLD besuchen wird.

So, jetzt hoffentlich nicht wichtiges für unseren ersten Törn vergessen und hoffen, dass wir dann in 3 Wochengut vorbereitet starten können.

Vorbereitungen laufen

Die Vorbereitungen laufen, zum einen für den Mai-Törn, zum anderen für das Leben als Bootseigner.

Für ersteres Öl zum nachfüllen und Segelflickzeug gekauft, Streckenplanung überlegt, Flaggenzertifikat beantragt (benötigt man angeblich in Spanien und Portugal) und 1000 Gedanken gemacht auf was man alles achten muss.

Für letzteres folgende Lektüre:
– Nigel Calder: Marine Diesel Engines. Zwar auf Englisch, aber eine sehr gute und nachvollziehbare Darstellung des Themas und als e-book nicht so teuer und leicht überall mitzunehmen. Das Ganze hat einen sehr starken Praxisbezug.
– Jens Feddern: Theorie und Praxis der Bordelektronik. Eher Theorielastig, ohne den Aha-Effekt im Sinne, ach so macht man das, wie es beim vorgenannten Diesel-Buch der Fall ist. Vielleicht versuche es auch hinsichtlich der Elektrik mit dem entsprechenden Buch von Nigel Calder: Boatowner’s Mechanical and Electrical Manual.
Und zur Entspannung:
– Tania Aebi: Maiden Voyage. Ein wie ich finde sehr schönes Buch über das Segeln, das Reiseerlebnis und auch die Lebensgeschichte von Tania ist interessant und lesenswert.

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