Insgesamt verbringen wir 5 Tage im Kodiak Harbor inmitten von Fischerbooten und einigen Fahrtenseglern, die von Hawai’i hierher gekommen sind.

Da die Fischerei noch nicht freigegeben ist, sind die Fischer noch mit Vorbereitungen an ihren Booten beschäftigt. Wir kümmern uns ebenfalls um unser Boot. Glücklicherweise gibt es diesmal nicht so viel zu tun.

Das mit dem Netzwerkkabel funktioniert wieder. Habe es ausgebaut, in der Annahme es erneuern zu müssen. Noch ein Test, in dem ich den Plotter am Innensteuerstand damit mit dem Netzwerk verbunden habe.

Keine Probleme. Den Plotter im Cockpit damit wieder angeschlossen. Ebenfalls keine Probleme. Keine Ahnung warum, aber egal, es funktioniert wieder. Kabel wieder ordentlich verlegt. Fertig.

Am Donnerstag den 9. Juli geht es dann weiter. Erst zur Tankstelle, dann zur Kitoi Bay, die rund 30 sm nördlich von Kodiak Harbor in der Afognak Island liegt.

Es ist überwiegend sonnig, schon seit drei Tagen. Im Schatten, oder auf See bei etwas mehr Wind, ist es kühl. Aber nicht so, dass man sich dick anziehen müsste, um nicht zu frieren. Und mit Sonne hat es in der Tat T-shirt Wetter. Herrlich.

Auf dem Weg zur Bay treffen wir auf zahlreiche Wale. Den Wasserfontänen nach zu urteilen mehr als ein Dutzend. Leider überwiegend weit weg und immer nur kurz mit ein wenig Rücken an der Oberflãche. Gelegentlich können wir auch deren Schwanzflosse bewundern.

Am Ende der Bay befindet sich eine Lachs Brutstätte. Dort werden in der Bay gesammelte Fischeier ausgebrütet und die Lachse dann mit einer Größe von ein paar Zentimetern ausgesetzt. Damit gelten sie als Wildlachse, wie uns zwei Mitarbeiter erzählen.

Es sind dort insgesamt 22 Mitarbeiter das ganze Jahr über beschäftigt. Versorgt werden sie von einem Wasserflugzeug, was für die Leute dort praktisch, aber nicht sonderlich günstig ist.

Die Bay ist voll von Lachsen. Den ganzen Abend über vollführen sie Sprungübungen, begleitet von einem relativ lauten Aufklatschen auf dem Weg zurück ins Wasser.

Seehunde beäugen uns vorsichtig aus ausreichend Abstand um dann geschwind wieder unter zu tauchen. Unter den zahlreichen Vögeln, die hier unterwegs sind, befinden sich auch Weißkopfadler.

Am nächsten Morgen lassen wir nach dem Frühstück unser Dinghy zu Wasser. Etwas die Gegend um Luna Mare herum erkunden. Und um Braunbãren zu erspähen.

Ist aber nicht. Zurück zur Luna Mare und dort noch Richtung Strand. Da die Sonne blendet, etwas näher ran, um in den Schatten zu kommen und damit bessere Sicht zu haben.

Da erschrecken wir ordentlich, als keine 10m von uns entfernt ein Braunbãr am Strand auftaucht. Da er andeutet, ins Wasser gehen zu wollen, lege ich erstmal den Fotoapparat zur Seite und nehme die Paddel in die Hand, um etwas Abstand zu gewinnen.

Hat er in der Tat nur angedeutet and promeniert stattdessen gemächlich den Strand entlang und verschwindet dann im Dickicht. Etwas später sehen wir ihn auf seinem ebenso gemächlichen Rückweg. Diesmal von Bord der Luna Mare aus, was ein besseres Gefühl der Sicherheit gibt. Ein wahrlich imposanter Anblick.

Bilder gibt es, sobald wir wieder "richtiges" Internet statt Satellit haben.