Weiterhin die gute Nachricht: Wind reicht für 70 sm am Tag. Laut Vorhersage soll er aber jetzt abschwächen und deutlich drehen, so dass er zwischendurch sogar von der anderen Seite auf die Luna Mare trifft. Nicht schlimm, lediglich häufigeres anpassen der Segel erforderlich.

Wetter und Stimmung passen sich an, weiterhin triste. Wenig Schlaf und ständiges Ruder gehen bei nur relativ langsamen Vorankommen tragen dazu bei.

So geht es über den Abend (gebratener Reis mit Chorizowurst und grünen Bohnen) in die Nacht hinein. Um Mitternacht drehen wir wieder für 4 Stunden Schlaf bei.

Meiner endet jäh nach drei Stunden. Die Koje am Innensteuerstand wird aus einem abgesenkten Tisch zusammen mit den Flächen der Sitzbänke gebildet. Die Sitz- und Rückenkissen dienen als Matratze.

Ein heftiger Ruck, vermutlich verursacht von einer Welle, die kräftig gegen den Rumpf knallt, lässt alles, was sich auf der Liegefläche befindet, zu Boden fliegen. Mich mittendrin.

Bei einer Flughöhe von 1 m ist der Aufprall mit dem Rücken auf dem harten Boden heftig und ordentliche Rückenschmerzen sind die Folge.

Wir bleiben deshalb eine Stunde länger beigedreht und machen uns dann wieder auf den Weg. Mit Schmerztabletten die Rückenschmerzen etwas eingedämmt geht es im Moment noch nicht länger als für eine halbe Stunde am Ruder zu stehen.

So geht es anfangs im halbstündlichen, dann wieder stündlichen Ruderwechsel schmerzhaft dem Ende des 46. Tages entgegen.

3.188 sm geschafft, 19 Tage und 1.269 sm to go. ETA 16.03.2020.