Und so wie der 8. Tag zu Ende ging, beginnt auch der 9. Tag. Mit Wind im Bereich von 10 bis 15 kn, der uns stabiles Segeln bei 4 bis 5 kn ermöglicht.

Aber leider nicht für lange. Knappe Stunde später nur noch so 5 bis 8 kn Wind. Dann wird es wieder etwas ungemütlich auf der Luna Mare, da die immer noch vorhandenen Wellen diese schaukeln lassen und nun mangels Winddruck die Segel zu schlagen anfangen. Dabei werden wir natürlich auch langsamer, das ist aber das kleinere Übel.

Der heute Mittag herunter geladene Wetterbericht ist dabei Makulatur, da dieser für den Nachmittag noch Windstärke 5 bis 6, anschließend 4 bis 5 und erst für übermorgen die 2 bis 3 vorhersagt, die wir jetzt schon haben.

6 Stunden später, kurz nach dem Abendessen, kommt der Wind schon mal vorsichtig auf über 8 kn, bevor er auf Dauer unter 5 kn bleibt.

Schiffsverkehr ist hier draußen bisher relativ rege. Bis auf einen Fischkutter, der uns heute so in die Quere kommt, dass wir ausweichen müssen, halten alle mindestens 2 sm Abstand. Einige Tanker und Frachter mit ähnlichem Kurs wie wir, aber Zielen wie Russland, oder China. Die sind dann auch noch rund 4 Wochen unterwegs.

Nach einer Schwachwindphase von rund 18 Stunden bewegt sich der Wind seit der 3 bis 6 Uhr Wache der Skipperin heute morgen nunmehr schon einige Stunden bei 8 bis 10 kn, was uns eine ruhige und angenehme Fahrt bei rund 4 kn ermöglicht. Diese unsere "Plangeschwindigkeit" erreichen wir unterstützt durch eine uns aktuell wohlgesinnte Strömung. Die uns möglicherweise sogar bis Hawai’i begleiten wird.

So geht es ruhig und gemütlich dem Ende des 9. Tages entgegen. Nachdem wir am unruhigen 8. Tag 141 sm vorangekommen sind, sind es heute nur 74 sm. Vielleicht finden wir ja noch den passenden Mittelweg, der uns gut 100 sm pro Tag bei angenehmen Segeln vorankommen lässt.

833 sm geschafft, 3.724 sm to go.

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