Baustelle

So, die erste Baustelle ist eröffnet. Wie erwähnt soll an dieser Stelle ein Schrank entstehen.

Da gibt es zwei Philosophien:

Der Skipper: Richtig umbauen, damit das dann am Ende ordentlich aussieht und nicht wie eine lieblos umfunktionierte Nasszelle. Hauptgrund implizit vermutlich, dass ich zeigen möchte, wie handwerklich geschickt ich bin. Gibt es ja noch nicht so viele Beispiele für Zwinkernd.

Die Skipperin: Den Umbau so einfach wie möglich gestalten, spart Geld und Zeit und Nerven. Hauptgrund implizit: Das kriegt der Skipper doch anders eh nicht hin Stirnrunzelnd.

Na ja, schaun mer mal, was daraus wird.

Re Lissabon/B.OLD: Eventuell tut sich da etwas die nächsten Tage. Wäre schon eine Erleichterung.

Backversuch

Der Bootsverkauf in Lissabon liegt jetzt beim Rechtsanwalt und die Zeit der Ungewissheit dämpft irgendwie den Tatendrang. Hoffentlich ergibt sich da bald eine vernünftige Lösung, damit die volle Konzentration auf das neue Boot und dessen Fertigstellung gelegt werden kann.

Ganz tatenlos waren wir trotzdem nicht. Haben letztes Wochenende am Boot mit dem Umbau begonnen. Da wollen wir die eine Nasszelle rausbauen und einen Schrank für zusätzlichen Stauraum einbauen. In der Annahme, dass wir > 90% der Zeit eh nur zu zweit unterwegs sind, reicht uns eine Nasszelle.

Und Brot gebacken haben wir. Nichts besonderes? Doch, denn wir überlegen eine Dieselkochfeld einzubauen. Aktuell ist kein Gasanschluss eingebaut, sondern ein Origo Spiritus Kochfeld vorgesehen. Ein Dieselkochfeld scheint uns erschwinglich, ein Dieselbackofen ist aber ziemlich teuer. Da fanden wir zufällig den sogenannten „Omnia“ Backofen irgendwo im Netz und danach auch noch bei auf “kurshalter.de”, die sich aktuell auch auf Langfahrt vorbereiten.

Bei einem Preisunterschied von fast € 3.000 (der Omnia kostet rund € 40) ist ein näherer Test schon sinnvoll. Da haben wir mal mit einer Brotbackmischung begonnen. Für das erste Mal schon gar nicht so schlecht. Da hatte ich wohl die Hitze noch zu hoch gewählt, was dann dazu führt, dass das Brot unten Schwarz wird. Bei geringerer Hitze müsste das dann insgesamt gleichmäßiger werden. Es werden weitere Backversuche folgen.

 

1. Wochenende mit der Neuen….

Haben gestern und heute einige Zeit auf dem Boot verbracht, in erster Linie alles anschauen um es irgendwann zu verstehen.

Ansonsten etwas Plane ausgebracht als Regen- und Sonnenschutz. Über dem Niedergang noch eine Abdeckung angebracht und das war es dann im wesentlichen. Bis ich mal rausfinde, was das alles zu bedeuten hat 😉

Im Blogbeitrag „B.OLD is SOLD“ schrieb ich „Ok, so richtig verkauft ist es natürlich erst, wenn das Geld auf dem Konto ist.“ Tja,Skepsis ist leider angebracht gewesen.

Nachdem der Kaufinteressent den Vertrag unterschrieben und eine Anzahlung von € 500 überwiesen hat, fiel ihm plötzlich ein, dass das Ganze zu viel Arbeit macht und vermutlich auch zu teuer werden würde!?!Das versteh mal einer. Erstmal prüfen, welche rechtliche Möglichkeiten ich habe. Und dann… schaun mer mal.

Just arrived…..

Gestern wurde unsere Neue in Nersingen abgeholt:

und heute in Frankfurt angeliefert.

Jetzt geht’s los!

B.OLD is SOLD

B.OLD IS SOLD.

Ok, so richtig verkauft ist es natürlich erst, wenn das Geld auf dem Konto ist. Aber mündlich wurde der Vertrag bereits geschlossen, alle Details geklärt. Heute geht der Kaufvertrag raus, und nächste Woche (hoffentlich) die Zahlung rein.

Ein letzter trauriger Blick auf unsere B.OLD:

Genug getrauert, jetzt geht der Blick nach vorne, und was da zu sehen ist, ist ja auch nicht schlecht ;-). Noch 5 Tage bis „die Neue“ in Frankfurt Schwanheim landet:

Demnächst zur Interboot

Die Anspannung steigt, keine zwei Wochen mehr, dann haben wir unser neues Boot hier in der Nähe!!

Um ein paar Anregungen zu den Punkten aus dem letzten Eintrag zu erhalten, werden wir Ende September die Interboot in Friedrichshafen besuchen. Blicke in die vorhandenen Kataloge bestätigen mal wieder, dass Equipment für ein Segelboot relativ teuer ist. Auch wenn ein Teil wie das Bugstrahlruder mit € 950 auf den ersten Blick noch erschwinglich erscheint. Beim zweiten stellt man dann fest, dass ein Bugstrahlruder mit angemessener Kraft schon bei € 2.000 bis € 3.000 liegt. Da stellt sich dann schon die Frage, ob es sich bei einem 11m Boot lohnt, ein solches für die gelegentlichen Hafenmanöver einzubauen. So ist es halt bei diesen Teilen, man braucht sie kaum, aber falls man sie braucht sind es ganz angenehme Helfer.

Ähnlich verhält es sich mit Navigationsinstrumenten. Da gäbe es für mich Elektronikfreak ganz tolle Sachen, Plotter mit AIS und Radar und Tanküberwachung und Batterieüberwachung…. Aber wirklich in dieser Ausbaustufe notwendig. Vernunft sagt nein, viel Geld für viele Funktionen und ein Mehr an Möglichkeiten, dass etwas unterwegs defekt wird. Aber das mit der Vernunft ist halt so eine Sache.

Schaun mer mal.

Die Gedanken kreisen….

Die B.OLD noch nicht verkauft, die neue Feltz kommt in Kürze, was wollen wir da wann und wie ein- aus- und umbauen?

Auf Grund des schon fortgeschrittenen Ausbaus und des guten Zustands der neuen Feltz scheint das gar nicht so komplex. Aber im Detail dann doch. Was steht alles an. Die beiden Hauptpunkte sind sicherlich Motor mit Antriebswelle und das gesamte Rigg (wobei wir noch nicht so recht wissen, ob sich der ja schon vorhandene Rollbaum mit Großsegel vernünftig integrieren lassen wird). Das steht zeitlich aber erst an zweiter Stelle. Davor kommt alles andere, soweit es unser Budget erlaubt. Die Ideen sind so:

– Heizung
– Bugstrahlruder (da bereits das dafür notwendige Loch im Rumpf vorhanden und die Vorbereitungen im Inneren schon getroffen sind).
– Eine von zwei Sanitäreinheiten zu Gunsten von mehr Stauraum ausbauen
– Zusätzlich versuchen Stauraum zu schaffen
– Den gesammten Elektrikeinbau kennen lernen
– Lampen gegen LED-Lampen austauschen
– Dieselherdplatten statt Spirituskocher?
– Bodenabdeckungen
– Relingdrähte
– Navigations- und sonstige Instrumente ggf. ergänzen (z.B. Plotter)
– Windsteueranlage einbauen

Ein bereits vorhandenes Schmankerl ist der Warmwasserboiler. Zwar nur 20l, aber halt schon drin. Wird entweder elektrisch mit Landstrom geheizt, oder unterwegs mit Kühlwasser vom Motor. Der Boiler versorgt alle Wasseranschlüsse einschließlich Außendusche. Was ein Luxus.

…. und weiter gehts

…. und weiter gehts.

In 3 Wochen wird, sofern alles nach Plan läuft, unsere neue Feltz in Frankfurt Schwanheim liegen. Und am Montag will sich jemand in Lissabon unsere B.OLD ansehen. Es scheint voran zu gehen mit unserem Projekt „7 Jahre 7 Meere“.

Irgendwie hat das schon eine andere Qualität, endlich das Boot so in der Nähe zu haben, dass der weitere Aus- und Umbau starten kann. Und ab dann lässt sich auch die Frage „und, was macht ihr am Wochenende…..“ einfach beantworten Zwinkernd

Neues Boot – neue Liebe !?!

Schon wieder 2 Monate vergangen seit wir unsere B.OLD in Lissabon an Land gestellt haben. Dort steht sie immer noch.

Aber: Neues Boot neue Liebe!!!

Also, was ist jetzt schon wieder passiert. Nachdem die Weiterfahrt mit B.OLD nicht mehr geklappt hat, haben wir zwei Wochen Ostseesegeln gebucht. War ein schöner 2-wöchiger Törn von Warnemünde über Rügen nach Swinemünde, hoch nach Bornholm, weiter nach Ystad und via Klintholm zurück nach Warnemünde.

Dann hatten wir noch den Plan, zur B.OLD zu fahren, um noch einige Sachen abzuholen. So haben wir hier jetzt die Windsteuerung, einige Segel, den Außenborder fürs Dingi und einige weitere Teile eingelagert.

Was uns aber schon während des Törns und dann auf der Fahrt nach Lissabon beschäftigte, war eine Internetannonce: Feltz Skorpion, quasi neu, da noch nie im Wasser, Eigenausbau, krankheitsbedingt unvollständig, steht zum Verkauf. Erst “überblättert”, dann doch nachgedacht, ob das eine Alternative wäre. Sollten wir aber nicht erst die B.OLD verkaufen? Alternative wäre aber, sofern der Verkauf nicht klappt, dann einige Teile für dieses “neue” Boot zu übernehmen (Winschen, Rettungsinsel, vielleicht sogar den Mast). So entwickelte sich die Idee, die uns erst abwegig erschien, als zunehmend praktikabler Weg, der aber, wie halt immer in diesem “Metier”, auch etliche Fragen offen lässt.

Zurück, hier Kontakt aufgenommen, Boot besichtigt und dann zu einem aus unserer Sicht Schnäppchenpreis gekauft. Im wesentlichen fehlen noch Motor und Rigg, aber der Rumpf war noch nie im Wasser, die Einbauten sehr sorgfältig mit “viel Liebe” zum Detail gebaut.

Und, da Bleikiel, “nur” 1,50 m Tiefgang. Kam gleich die nächste Idee: Hierher (Rhein-Main-Gebiet) bringen, fertig ausbauen (ggf. außer Rigg, welches auch an der Küste ergänzt werden kann) und dann via Rhein und diversen Kanälen in die Ostsee motoren. Das geht wirklich.

Also nach Liegeplätzen gesucht, aber keinen am Rheinufer gefunden. Doch wie so oft, woran man nicht denkt, ist die Lösung. Liegeplatz am Main. Dort die Lage “gecheckt”, passt alles. Kran vorhanden, Liegeplatz an Land vorhanden, Wasserung bei 2m Wassertiefe problemlos möglich.

Ende von dieser Geschichte: Mitte August wird unsere “neue” Feltz Skorpion an den Main transportiert. Von hier, 30 km entfernt, können wir dann quasi jede freie Minute zum weiteren Ausbau des Bootes verwenden. Was für eine Alternative zu 1000 km je Wochenende, die es zum Liegeplatz Emden gewesen wären.

Zeitlich (noch knapp 3 Jahre) liegen wir also wieder perfekt im Plan. Haben vielleicht bei zügigem Ausbau noch rund ein Jahr Zeit, das fertige Werk auf der Ostsee einzusegeln. Nur Fehler mit finanziellen Folgen dürfen wir uns keine mehr erlauben, da sonst das Projekt unvollendet bleibt.

Jetzt haben wir nun zwei Boote. Also, kaufen können wir schon ganz gut, jetzt müssen wir nur noch verkaufen lernen 😉

Schaun mer mal. Ah ja, so sieht’s aus:

Endstation Lissabon – Aus der Traum?

Letzte Station Lissabon – Aus der Traum?

Die Hoffnung, unsere günstig erstandene, aber alte Feltz bis nach Emden zu bringen, um dann den Refit zu starten, hat sich zerschlagen. Eigentlich wollten wir nur das Vorstag tauschen. Wir waren zuversichtlich danach den Törn bis Emden angehen zu können und diesen auch zu schaffen. Ist aber nicht. Was ist passiert:

Wir sind vor 2 Wochenenden von Sines abgefahren um die B.OLD nach Lissabon zu verlegen. Schien uns sinnvoller dort das Vorstag zu tauschen, als in Sines, wo der nächste Fachmann mehr als 100 km entfernt ist. Also am Samstag Abend abgelegt, bis Mitternacht unter Motor Richtung Lissabon. Negativ war wieder Wasser in der Bilge. Nachdem bisher im Motorraum kein Eintritt erkennbar war, gingen wir davon aus, dass einer der Schläuche im Boot undicht ist.

Um Mitternacht beigedreht, etwas geschlafen und am Morgen die restlichen Meilen bis zur Doca de Belém zurückgelegt. Dort den Austausch des Vorstags in Auftrag gegeben und dann begonnen, das Leck zu suchen. Bodenplatten raus, alles abgesucht. Seeventile geprüft, alles ok. Dann doch noch mal ein Blick in den Motorraum und wie soll es auch anders sein: Nachdem bisher dort alles soweit wieder ok war, leckt es aus der Stopfbuchse. Soll ja noch nicht der Weltuntergang sein, da ist halt eine Dichtung leck, muss halt erneuert werden. Aber nach einem kurzen Motortest kam nicht nur dicker Schwarzer Rauch aus dem Auspuff, sondern auch reichlich Öl. Sofort wieder abgestellt und überlegt, was wir jetzt machen:

  • Vorstag defekt
  • Stopfbuchse undicht
  • und was ist jetzt mit dem Motor los.

Tja, das arme Boot. Als wir es kauften war es ja schon durchaus an der einen oder anderen Stelle reparaturbedürftig. Aber wir Anfänger haben ihm wohl den Rest gegeben. Was bleiben uns jetzt an Optionen:

  • Reparatur vor Ort (vermutlich mehrere 1.000 Euro und anschließend ein Boot in dessen Zustand wir schön langsam das Vertrauen verlieren
  • Transport nach Deutschland (erneute Anfragen bei Transportunternehmen zeigen, dass unter 10.000 Euro nichts zu machen ist)
  • Verkauf vor Ort („Ende mit Schrecken, statt Schrecken ohne Ende“).

Wir werden wohl oder übel mal mit Option 3 starten, wissend, dass es schwierig werden dürfte, dass Boot im derzeitigen Zustand auch nur „für eine Handvoll Dollar“ zu verkaufen. Jedenfalls haben wir es erst mal an Land geholt. War eh notwendig, da die Opferanoden getauscht werden müssen.

War aber irgendwie ein trauriger Anblick, hatte so was von Abschied nehmen :-(:

Egal welche der oben genannten Optionen zum Tragen kommen wird, der Törn nach Emden, der in Kürze starten sollte, wird nicht stattfinden. Um nicht ganz der Wehmut zu verfallen, haben wir jetzt als Alternative zwei Wochen Ostsee gebucht. Zur Abwechslung ein Boot, weniger als 5 Jahren alt. Das wird eine Umstellung, wenn man nach 2 Stunden an Bord immer noch nicht ölverschmiert oder sonst wie schmutzig ist ;-).

Je nachdem ob der Verkauf bis dahin geklappt hat, fahren wir eventuell nach dem Ostseetörn nach Lissabon, noch brauchbare Teile (Windsteuerung, Außenborder, einige Segel) abzuholen, da Option 1 (Reparatur vor Ort) uns jetzt nicht mehr realistisch erscheint. Abgesehen von dem oben erwähnten wird es unter Berücksichtigung der optimalen Segelmonate und der Urlaubsplanung wieder rund ein Jahr später bis wir sie hier hätten.

Aber um auf die Eingangsfrage „Aus der Traum?“ zurückzukommen. Wir werden es noch nicht aufgeben in 3 Jahren aufzubrechen, auch wenn wir aktuell wohl kein Boot mehr haben und wir uns unschlüssig sind, wie wir das nunmehr realisieren wollen. Wir bleiben dran :-).

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