Man, start the engine

Man, start the engine.

Ja, er läuft wieder. Nachdem Vincent vorhin den Anlasser getauscht hat, sprang der Motor direkt wieder an. Das lange Zeit als nervig empfundene Motorengeräusch entwickelt sich, auf diese hinterlistige Art und Weise, zu einem wohltuenden Klang.

Und bereits für morgen Nachmittag hat Vincent angekündigt, die übrigen Arbeiten (Kühlwasserleitung tauschen, Halterung für Auspuffkrümmer an demselben anschweißen) zu erledigen.

Sieht so aus, dass uns in Kürze nur noch das Wetter, oder unsere Trägheit hier im Hafen halten können. Mal schauen, wer gewinnt. Jetzt macht es jedenfalls wieder etwas mehr Sinn, die Wetterdaten für die alternativen Routen runterzuladen und auf Segelbarkeit zu prüfen.

Fast so schön wie ein Sonnenuntergang:

 

Hafenrundfahrt

Hafenrundfahrt.

Da der große Motor weiterhin defekt ist, haben wir den kleinen mal getestet. Ich hatte diesem schon vor einigen Wochen einen Ölwechsel gegönnt und die Zündkerze erneuert. Jetzt wollen wir diesen auch mal in Aktion erleben.

Im März 2016 haben wir das Beiboot in eBay ersteigert und dann bei einem ausgesprochen sympathischen Berliner abgeholt. Seitdem hing es an der Reling fest.

Also aufgeklappt, Motor dran und es funktioniert. Tut gut. Im Leerlauf verabschiedet sich der Motor zwar immer wieder, lässt sich aber ziemlich problemlos wieder starten. Muss da vermutlich die Leerlaufdrehzahl anpassen. Gleich mal das Handbuch zu Rate ziehen.

Das Wetter ist seit Gestern auch ganz angenehm, aber wohl nicht dauerhaft. Die Vorhersage sieht da schon etwas anders aus als die kürzlich für Vigo gepostete. Egal, schön ist es hier trotzdem.

Übermorgen kommt der Motormann und dann schauen wir mal, ob er den Lombardini zum Laufen bekommt. Danach noch eine Schlauchleitung im Kühlwasserkreislauf erneuern und eine Halterung für den Auspuffkrümmer anschweißen lassen und schon könnten wir wieder schauen, ob es doch noch weitergeht in diesem Jahr.

Hernach geht es noch aufs Fest der Normandie, Musik hören und ein Bier genießen (oder vielleicht passender Apfel-Cidre?) und dann müsste ich die Tage nochmal mit meinem schicken Neoprenanzug 😉 ins Wasser. Anoden auf Verschleiß prüfen. Ist irgendwie bei Sonnenschein angenehmer als bei Regen, obwohl es unter Wasser eigentlich egal ist.

Ah ja: Da Fitness ja auch wichtig ist, sind wir nach vielen Jahren mal wieder zusammen gejoggt! Mal schauen, ob wir das zu einer regelmäßigen Angelegenheit machen können.

Bonjour France

Bonjour France

Um 7 Uhr geht der Wecker. Wir wollen passend mit statt gegen der Strömung, die hier mit um die 5 bis 6 kn stellenweise ganz ordentlich sein kann, rausgehen. Nach Duschen und Frühstück Leinen klargemacht, Ablegeprozedere besprochen etc. Alles vorbereitet, fertig zum Ablegen.

Motor starten und vorsichtig die Box verlassen. Nur: der Motor startet nicht. Keinen Mucks macht er. Schnell wird klar, wir kommen heute nicht los.

Nach Kontaktaufnahme mit Motorenlieferant und Werft scheint es wohl der Anlasser zu sein, der Anlass zur Sorge macht. Die Vermutung ist, dass da irgendwie Wasser reingekommen ist.

Mit Unterstützung von Lieferant und Werft müssen wir jetzt schauen, wie es weitergeht. Möglicherweise Glück im Unglück ist, dass hier in der Marina ein Lombardini-Vertragshändler mit Werkstatt ist.

Also schon mal die Liegeplatzgebühren für eine weitere Woche bezahlt. Dann kann ich wohl schon mal die Französisch-Kenntnisse aufbauen, damit wir zumindest sprachlich gut durch den Winter kommen. Aber wir wollen die Hoffnung auf eine Weiterfahrt noch nicht aufgeben.

Das hier ist der vermeintliche Übeltäter, sieht doch eigentlich ganz ok aus:

Au revoir France

Au revoir France!

Das Boot ist soweit wieder startklar, der Wetterbericht sagt weiterhin, dass Wind in richtiger Richtung und gemäßigt zu erwarten ist. Auch Napoleon Bonaparte zeigt uns schon mal den Weg raus aus Frankreich:

Dann heißt es jetzt wohl los. Plan ist, direkt nach Vigo/Baiano zu gehen (660 sm). Aber sofern irgendwas dazwischen kommt, haben wir hier in Frankreich die nächsten rund 200 sm noch z.B. Roscoff, oder Brest als Anlaufpunkt, oder dann halt nach der Biskaya A Coruna.

Der „gute“ Wind reicht laut Vorhersage für die ersten 330 sm, also die Hälfte des Weges. Dann soll er etwas zu stark abschwächen und von Süden, also von dann vorne kommen. Morgen früh nochmal ein Wetterupdate und dann werden wir das schon irgendwie schaffen, ohne dass wir wegen zu viel Wind nervös werden, oder mit zu wenig Wind tagelang in der Baskaya rumtreiben müssen.

Die Aufregung und Vorfreude steigt minütlich. Nur noch einmal schlafen. Sofern es uns die Aufregung erlaubt. Zur Motivation habe ich schon mal die Wettervorhersage für Vigo aufgerufen.

Sieht doch gut aus. Tja, wenn man schnell genug ist, kann einem der Sommer halt nicht entkommen ;-).

 

Cherbourg

Cherbourg

Wir sind jetzt seit 12 Tagen in Cherbourg. Wind steht bisher gegen uns und teilweise auch etwas stärker, als wir so im Alltag benötigen.

Hat aber auch sein Gutes. Die rauchende EM-Box wurde gegen eine hoffentlich nicht rauchende ausgetauscht. Mittlerweile ist auch noch der Laderegler für Windrad/Solarpanelle unterwegs. Der vorhandene hat immer mal wieder Funktionsstörungen. Einkäufe bei Amazon.fr, die sind hier genau so schnell wie die in D.

Ansonsten > 50% gefaulenzt (tut richtig gut), kleinere Sachen am Boot (eben EM-Box-Austausch, Rauchmelder anbringen), einkaufen, kochen, essen und es uns einfach gut gehen lassen.

Nette Leute kennengelernt bzw., wie die Crew der Dada Tux, die wir nach Warnemünde im Juni hier zufällig wieder getroffen haben und so den einen oder anderen netten Abend verbracht. Und ich kann mein mühsam erlerntes rudimentäres Französisch immer mal wieder zum Einsatz bringen.

Wie geht es weiter? Für Freitag sieht es so aus, als würde sich der Wind, was die Richtung und Stärke betrifft, auf unser Ziel und unser Segelvermögen einstellen. Natürlich schwer zu sagen, wie lange er das so durchhält. Danach entscheidet es sich dann, ob wir uns weiter in Frankreich vorarbeiten, oder gleich über die Biskaya gehen.

Und sollten wir es tatsächlich mal über die Biskaya schaffen, liebäugeln wir momentan mit dem Gedanken, statt in die Karibik zu hetzen, uns diese für ein Jahr später aufzuheben und einfach mal ein Jahr vor den Kanaren zu verbringen (plus dann nächstes Jahr Kapverden und vielleicht noch Westafrika, Gambia soll wohl ganz toll sein). Spanisch wollen wir eh lernen, das Klima dort ist angenehm und Reisen zu uns, oder für uns in die alte Heimat, leichter und preiswerter möglich.

Ich will da aber mal nicht voreilig sein. Zunächst liegt noch die Biskaya vor uns. Habe mich also auch schon mal nach den Winterliegegebühren hier erkundigt ;-). Aber Kanaren wären schon toll.

 

Rauchend nach Cherbourg

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Rauchend nach Cherbourg!

Von Dunkerque geht es los Richtung der Engstelle im Channel, der Straße von Dover. Da haben wir schon einiges drüber gehört, insofern nähern wir uns dieser mit großem Respekt. Mit dem Wind hatten wir das so vereinbart, dass er bis dahin noch gegen uns sein kann, danach aber so dreht, dass er uns zügig raus aufs offene Meer bringt, wo wir dann nach Süden Richtung Iberischer Halbinsel abbiegen können.

Unter Motor dann die Straße überquert und, nichts los. Zwei Fähren kommen uns etwas näher, aber nicht dramatisch. Kurze Zeit später können wir tatsächlich Segel setzen, also Motor aus. Als ich kurz darauf den Niedergang ins Boot runtergehe, riecht es irgendwie, wie beim Bohren zu heiß gewordenes Holz. Nase hierhin und dahin gesteckt, alles ok. Geruch scheint aus dem Batterie-/Elektroschrank zu kommen. Dort zeigt aber keines der Geräte Überhitzungserscheinungen.

Das mit dem Wind war dann doch nicht so wie vereinbart. Zum einen wechselt er laufend die Richtung und dann auch noch die Geschwindigkeit, zwischendurch mal von knapp über Null Knoten auf geschmeidige 30 kn. Was natürlich schnelles Reffen zur Folge hat.

Als der Wind dann schon wieder eine Pause einlegt, Motor an. Beim Gang ins Boot wieder dieser Geruch. Nase hierhin und dorthin gesteckt, der Geruch kommt wieder aus Richtung Batterie-/Elektroschrank. Geöffnet und leichte Panik. Die EM-Box raucht! Schnell Motor aus, Verbraucher abgeschaltet und schon mal nachgedacht wo der Feuerlöscher ist. Aber der Rauch stellt sich direkt ein. (EM-Box: Energiemanagement, diese Box verbindet Ladegeräte und Batterien und bietet Informationen über den Zustand der Batterien und woher der Strom kommt bzw. wo er verbraucht wird). Mehr Info hier. Hört sich theoretisch doch toll an.

Irgendwie scheint die Rauchentwicklung mit dem Motor bzw. der Lichtmaschine zusammen zu hängen. Um uns zu vergewissern, nochmal Motor an und in der Tat, die EM-Box raucht wieder. Also Motor aus, Lieferant angerufen, glücklicherweise erreicht. Es ist wohl der Stromverteiler, der den Ladestrom der Lichtmaschine gerecht auf unserer drei Batterien verteilt. Sein Vorschlag, den Lichtmaschinenanschluss direkt auf einen Batterieanschluss zu legen hilft. Die EM-Box raucht nicht mehr.

Der Lieferant bietet direkt an, ein Austauschgerät an eine Adresse unserer Wahl zu liefern. So soll Service sein.

Allerdings geht der Motor laufend aus. Symptome so wie damals vor Wladyslawowo, wo wir uns haben hineinschleppen lassen. Jetzt zeigt sich aber, dass er immer mal wieder anspringt, mal läuft er länger, mal nur kurz. Schöner Mist. Wir vermuten schnell, dass da möglicherweise ein Zusammenhang mit der EM-Box besteht, diese regelt nämlich die Lichtmaschine. Möglicherweise schaltet die Motorelektronik ab, sobald sie Info hinsichtlich Problemen bei der Lichtmaschine bekommt.

Motor benötigen wir eigentlich nur um in den Hafen zu kommen, normalerweise. Aber da wir die Anschlüsse an der EM-Box ändern mussten, jetzt auch zum Strom erzeugen. Egal, weiter geht es.

Cherbourg

Wir haben weiterhin wechselnden Wind, aber überwiegend so, dass er uns relativ zügig Richtung Cherbourg bringt. Aber kurz davor dreht der Wind von Nord auf West und später sogar auf Südwest. Also kreuzen. Zunächst auf rund 230 Grad Richtung Cherbourg. Irgendwie habe ich den Verdacht, die Luna Mare möchte nicht mehr weiter, sondern in Cherbourg anlegen. Quatsch, wer hat den hier das Sagen!

Es ist Mittwoch 21 Uhr, als wir kurz vor Cherbourg eine Funknetzanbindung haben. Schnell Wetterdaten herunterladen und danach eine Wende fahren. Hoffe dass wir beim neuen Kurs < 360 Grad bleiben und tatsächlich, mit 350 Grad geht es in die andere Richtung. So kreuzen wir durch die Nacht, was anstrengender als sonst ist, da wir den Kurs sehr genau halten müssen. Sind wir zu sehr am Wind, kommen wir zwar besser Richtung Ziel, werden aber langsam bis zum Stillstand. Sind wir zu wenig am Wind, sind wir zwar schneller, kommen aber halt nicht wirklich Richtung Ziel.

Nach meiner Freiwache einen Blick auf den Plotter, während der letzten drei Stunden hat sich die Richtung doch deutlich geändert. Eine Wende ist ohnehin nötig, aber die neue Richtung macht nicht wirklich Spaß, aber seht selber.

Die Linien zeigen wie wir es erhofft hatten, wie es dann zumindest hätte sein sollen (grüne Linie), und wie es tatsächlich war (blaue Linie. Den rot markierten Bereich waren wir mit Motor unterwegs, bis er wieder ausging, um Strom zu laden und etwas Strecke gut zu machen).

Nach dem ersten Kaffee erst mal die gestern heruntergeladenen Wetterdaten geprüft. Absolut nichts mehr zu sehen vom beständigen Nordwind. Heute noch aus West bis Südwest, Freitag dann tatsächlich Nordwind (allerdings relativ schwach) und ab Samstag direkt aus Süden, dann zunehmend auf 30 kn und in Böen darüber. So fällt 12 Stunden nachdem wir bereits kurz vor Cherbourg waren die Entscheidung, eben dahin zu gehen.

Luna Mare ist halt doch klüger und hatte absolut recht. Uns gefällt es sehr gut hier. Stadt etwas erkundigen, einkaufen und am Abend eine Pizza auf dem Cobb-Grill gebacken (hat dieses Mal mit dem speziellen Backblech auch gut funktioniert), danach zu einem Gratis-Konzert an einem der Plätze Cherbourgs.

Die EM-Austausch-Box lassen wir nun hierher liefern und warten entsprechend bis diese hier ist (hoffe, die ist wie versprochen bereits auf dem Weg, allerdings haben wir rund zwei Tage später noch keine Nummer zur Sendungsverfolgung erhalten) und danach auf ein passendes Wetterfenster für die Weiterfahrt (welches für den Wettervorhersagezeitraum von 5 Tagen ohnehin noch nicht in Sicht ist).

 

Vor der ersten längeren Überfahrt?

Vor der ersten längeren Überfahrt?

Momentan sieht es so aus, als bekämen wir für ein paar Tage Nordwind. Das würde gut passen, um aus dem Channel rauszukommen und unsere erste lange Überfahrt mit der Luna Mare zu starten (unsere bisher längste non-stop-Strecke waren mit der B.OLD rund 700 sm).

Insofern starten wir morgen Mittag von hier und schauen dann, ob wir direkt in die Biskaya gehen, oder doch noch einen Zwischenstopp in Cherbourg, oder Brest, oder sonst wo einlegen werden.

Solltet Ihr die nächsten vielleicht 10 Tage nichts mehr von uns hören, dann sind wir tatsächlich Richtung Iberischer Halbinsel unterwegs. Drückt uns die Daumen, dass wir Wind, insbesondere aus der richtigen Richtung haben, aber möglichst natürlich nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel ;-).

Hafenmeistertaube

Hafenmeistertaube

Es ist Freitag und wir wollen langsam weiter. Wissend, dass man aus dem engen Sixhaven kaum vor 11 Uhr eine freie Ausfahrt hat, lassen wir es geruhsam angehen.

Dann kurz nach 10 sieht es so aus, als könnten wir raus. Ist noch etwas eng in der Boxengasse, aber durch Mithilfe der Bootsnachbarn könnte es reichen und tat es dann auch.

Mehr als eine Woche Sixhaven ist nun vorbei. Hatten insgesamt eine schöne Zeit hier und etliche tolle Leute kennengelernt. Hier insbesondere ein Gruß an die beiden Heidelberger Doris und Rainer. Wir hätten noch stundenlang mit Euch weiter plaudern können.

Dann geht es den Nordzeekanal raus in eben diese.

Dort Segel gesetzt und es ging langsam, aber stetig Richtung Süden. Bei Gegenströmung kamen wir schon mal auf unter zwei Meilen. Muss man halt Geduld haben, oder falls nicht, den Motor anmachen (gell Skipperin).

So gehen wir durch eine insgesamt ruhige Nacht. Passend zum Wachwechsel um 3 Uhr nachts, als ich in die Koje könnte, kommen wir vor Rotterdam vorbei. Das dortige Fahrwasser soll man nur innerhalb eines definierten Bereiches und nach Anmeldung bei der Hafenkontrolle kreuzen. Da wir vorab hörten, dies würde so sein als wolle man zu Fuß eine gut befahrene Autobahn überqueren, bleiben wir zu zweit auf Wache.

Also über Funk angemeldet, Freigabe erhalten mit „stay tuned on channel 03“ geht es los. Und, nichts ist los. Mit gutem Abstand ging hinter uns ein Frachter aus Rotterdam raus, ansonsten tote Hose. Soll uns Recht sein.

Das schöne an einer küstennahen Fahrt ist, dass man Internet hat, also Wetterupdate eingeholt. Der Wind soll deutlich nachlassen, also gehen wir nicht bis Dunkerque, was noch eine weitere Nacht dauern würde, sondern legen gegen 18 Uhr in Zeebrugge an.

Nach einer ruhigen Nacht dann am heutigen Sonntag weiter nach Nieuwpoort und morgen dann nach Dunkerque. Da sind wir dann kurz vor der Straße von Dover, also der Engstelle im Channel. Mangels Wind haben wir uns zu diesen beiden Motoretappen entschlossen.

Ein besonderer Service hier in Nieuwpoort ist die Hafenmeistertaube. Die hat der Skipperin den Weg in die Box gezeigt.

 

Emma is back

Emma is back

Gestern durfte Emma an Ihren Arbeitsplatz am Heck. Lean, der Hersteller der Aries Windsteuerung, hat hier gute Arbeit geleistet. War auch interessant zwischendurch seine kleine Garagenwerkstatt zu sehen (die Breite entspricht ungefähr einer Garage, hat auch ein Garagentor, sie ist aber deutlich länger als eine normale Garage, quasi eine für Stretch-Limousinen), die mit etlichen auch größeren Maschinen zur Metallbearbeitung ausgestattet ist, inkl. computergestützter (CNC) Maschine.

Mittlerweile sind wir schon länger als eine Woche hier. Etwas Amsterdam besichtigt, Einkaufen, abgesehen vom Supermarkt noch beim Bootsbedarfsmarkt und diversen Baumärkten inkl. IKEA, um für eine unserer Schublade eine „Laufschiene“ zu bekommen. Gibt’s da aber nicht, die verkaufen nur komplett. Aber bei „GAMMA“ wurden wir dann fündig. Schon was anderes mit Öffentlichen statt dem Auto unterwegs zu sein, aber dank Smartphones bekommt man schnell Verbindungsdaten mit Bus und Metro etc.

Ansonsten ein wenig hier und da geplaudert, gestern einen schönen Abend auf dem Nachbarschiff verbracht und heute kam ein ehemaliger Arbeitskollege vorbei. Ingo zusammen mit Romana und Paulina, die aktuell in Holland Ihren Urlaub verbringen. Die 8-jährige Paulina fand es sautoll mit dem Bootsmannsstuhl den Mast hochgezogen zu werden. Und wir fanden es toll, dass sie uns zum Bootsbedarfsmarkt gefahren haben. Halt doch einfacher als mit öffentlichen.

Morgen geht es weiter. Erst raus nach Ijmuiden und dann südlich. Mal schauen, wie weit uns der Wind tragen wird und vor allem, wie lange er aus einer für uns günstigen Richtung wehen wird.

Der Wasserkreislauf schließt sich

Der Wasserkreislauf schließt sich

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass wir Wasser im Boot haben, also an Stellen, wo es nicht sein sollte?

Angefangen hat das ja beim allerersten Törn im September letzten Jahres. Der Frischwasserkreislauf war undicht, die Spülbecken waren das Problem. Dann der 110l Frischwassertank im Bug undicht. Später haben wir das Portfolio noch um Salzwasser aus der Ostsee reichlich ergänzt (über Ankerkasten, undichten Fenstern…). Sollte jetzt hoffentlich alles dicht sein.

Jetzt schließt sich der Kreis. Der Frischwasserkreislauf ist wieder undicht! Den Grund für das Übel haben wir schnell lokalisiert:

Feine Haarrisse in der Naht des Druckausgleichstanks. Nur ein paar Tropfen, aber über einen Tag kommt dann doch eine kleine Pfütze zusammen.

Im Rahmen meiner nun schon monatelangen Dichtstoffforschung bin ich auf Capt. Tolley’s „Creeping Crack Cure“ gestoßen:

Na gut, das Leck musste ich schon selber finden, aber mal schauen, ob der Captain dicht hält.

Falls nicht, heißt es mal wieder die richtige Entscheidung treffen. Einen neuen Druckwasserbehälter kaufen, oder eine elektronische Pumpe, die ca. € 200 teurer ist als so ein Druckwasserbehälter, aber diesen nicht mehr benötigt. Aber eine noch funktionierende Pumpe auszutauschen ist auch irgendwie blöd. Anyway, morgen werden wir einen Bootszubehörhandel aufsuchen. Dann schauen wir mal.

Und wer wissen will, wie es Emma geht: besser. Lean hat sich nun doch gemeldet und versprochen, Emma an ihren Lieblingsplatz am Heck anzubringen (die benötigten Teile wären schon bei ihm in der Werkstatt). Er läge momentan vor Vlieland und müsse noch Nordwestwind abwarten (der uns für die Weiterfahrt auch gut tun würde) um hierher zu kommen. Wird nicht vor Dienstag sein. Aber sobald Emma an ihrem Platz ist, wird sich der Frust in wahre Freude verwandeln.

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